Dutzende Kirchen in München lassen einen in den Süden träumen – wie die neobarocke Sankt Joseph in der Maxvorstadt.
Münchner Jahreszeiten

Elf Ideen für den Frühling

Schluss mit dunkel – der Frühling bringt endlich wieder Licht, Energie und jede Menge Farbe in die Stadt. Wir haben 11 Ideen gesammelt, was man jetzt besonders gut in München machen kann.

Auf einmal ist es dann wieder soweit: Das erste Licht lässt die Sinne jubilieren und verzaubert die ganze Stadt. Vögel zwitschern, in der Mittagspause sitzt man im T-Shirt im Café, die Lieblingseisdiele hat wieder geöffnet. Der Frühling verzaubert jedes Jahr aufs Neue die Stadt. Wir haben elf Ideen gesammelt, wie man ihn besonders schön verbringt:

 

1. Eis essen

Das erste Eis des Jahres ist etwas ganz Besonderes, denn es beendet gefühlt den Winter – selbst dann, wenn draußen noch Schnee liegt. Sobald die Eisdielen ihre Türen öffnen, stehen die Münchner in Schlangen an. Zum einen, weil man in der nördlichsten Stadt Italiens natürlich wahnsinnig gerne und viel Eis isst, zum anderen, weil mit jeder Kugel der Sommer ein Stück näher rückt. Da München so viele gute Eismacher hat, ist es manchmal schwer, den Überblick zu behalten: Unser Eisdielen-Guide hält für jeden die richtige Sorte bereit – ganz egal, ob vegan, ausgefallen oder italienisch-klassisch.

2. Spazieren gehen mit Stärkung

Spazieren kann man bekanntlich zu jeder Jahreszeit. Im Frühling ist es allerdings deshalb so schön, weil wieder Schwung in die Sache kommt. Nach monatelanger Kälte, Dunkelheit und Stapfen im hohen Schnee heißt es nun: Jacke aus, Sonnenbrille auf und raus ins Leben. Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und mit ihr natürlich auch die Münchner. Wem das noch nicht Ziel genug ist, der sucht sich eine Strecke mit Stärkung heraus, auf der man einen der besten Kaffees der Stadt oder Pommes auf die Hand bekommt – wie im Café Bla an der Isar oder dem Gans am Wasser im Westpark.

 

3. Sich auf's Wasser trauen

Das glitzernde Wasser lockt uns, sobald die Sonne draußen ist. Doch bis es warm genug für einen Badetag ist, dauert es noch ein paar Wochen. Wer bis dahin trotzdem die Welle im Blick behalten möchte, begibt sich ganz einfach auf's Wasser. Das geht entweder mit einem Kanu die Isar entlang, auf einem Surfbrett an der Floßlände oder für Fortgeschrittene an der Eisbachwelle. Wer lieber raus aus der Stadt möchte, fährt mit seinem SUP zu einem der umliegenden Seen – besonders geeignet und gar nicht weit sind der Starnberger See, Ammersee und der Tegernsee.

4. Die besten Sonnenplätze entdecken

Mit dem Frühling stellen sich jedes Jahr auch dieselben Fragen, wie zum Beispiel: Wo gibt's gerade am meisten Sonne? Unsere Autorin hat einen zehn Kilometer langen Spaziergang durch München gemacht und die schönsten Sonnenplätze entdeckt – von morgens bis abends, vom ersten Kaffee bis zum letzten Sundowner, vom Max-Joseph-Platz bis zum Haus der Kunst. Inklusive der sonnigsten Plätze in der Innenstadt, Maxvorstadt und in Haidhausen!

 

5. Draußen Sport machen

Ein Pluspunkt an München: Man kann zu jeder Jahreszeit draußen Sport machen. Doch so sehr Schlittschuhlaufen und Langlaufskifahren auch ihren Reiz haben, so richtig gut wird Draußen-Sport eben doch erst wieder mit steigenden Temperaturen. Wer dafür noch den passenden Ort sucht: In den Isarauen auf Höhe der Brudermühlbrücke findet sich ein riesiger Outdoor-Fitnesspark, im Perlacher Forst ein ausgiebiger Trimm-dich-Pfad und Rad fahren geht sowieso überall. Die schönsten Fahrradtouren vom Englischen Garten bis zum nächsten Streetartkünstler.

6. Blüten bestaunen

Die eine Hälfte der Miete im Frühling sind sicherlich die vielen Sonnenstrahlen und die langersehnte Wärme, die andere aber auch, die Natur, die endlich wieder zum Leben erwacht: Magnolien und Kirschblüten lassen sich zum Beispiel in der Preysingstraße in Haidhausen, der Georgenstraße in Schwabing oder auch im Rosengarten und im Westpark bestaunen. Zu jeder Jahreszeit schön bepflanzt sind die öffentlichen Plätze in München wie der Gärtnerplatz, der Bordeauxplatz oder der Weißenburger Platz.

 

7. Münchens Brücken entdecken

In München gibt es über tausend Brücken und Stege, sie verbinden nicht nur Stadtteile miteinander, sondern auch die beiden Isarseiten, von denen jede insgeheim denkt, sie wäre die bessere. Wer München verstehen will, muss also seine Brücken erkunden. Da wäre die beliebte Reichenbachbrücke, die das lebendige Glockenbachviertel mit der ruhigen Au verbindet. Die Hackerbrücke, die vor allem zum Oktoberfest für große Partys und Freundschaften bekannt ist. Oder die weltberühmte Eisbachbrücke, von der aus bei Tag und Nacht zu jeder Jahreszeit Münchens Surfszene beobachtet werden kann.

8. Wildkräuter sammeln

Wildkräuter sind in den letzten Jahren zum Trend geworden. Vielleicht steckt dahinter der Wunsch, sich im Notfall auch selbst versorgen zu können. Wahrscheinlich ist es aber vor allem die fehlende Nähe zur Natur, die den Wunsch bei Stadtmenschen auslöst, wieder zu wissen, was da um einen herum alles so wächst. Unsere Autorin hat eine Wildkräuterwanderung an der Isar mitgemacht und sowohl alte Bekannte wie Wildkirschen, Walderdbeeren und Haselnüsse entdeckt, als auch Neues probiert wie die Kratzbeere oder den Gundermann.

 

9. Frühlingsausflüge machen

Der Frühling ist die perfekte Zeit für Ausflüge ins Münchner Umland: Es ist nicht mehr so kalt, dass man an jedem Berg etliche Wintersportler trifft, es ist aber auch noch nicht so warm, dass die Berge voll sind Wanderern. Und so eröffnet einem die wärmere Jahreszeit eine ganz neue Ruhe: Man kann gemütlich um die Seen im Umland spazieren oder Münchens Hausberge fast alleine besuchen. Wir empfehlen passend zum Frühling die Wanderungen zu Bayerns schönsten Schlössern oder das Feierabendwandern – denn endlich ist es jeden Tag länger hell.

10. Kunst auf den zweiten Blick entdecken

Solange die Museen noch geschlossen sind, heißt es Augen auf beim nächsten Spaziergang: Denn viele Kunstwerke verstecken sich in München wahnsinnig gut. So entdeckt man die „Unendliche Treppe“ von Ólafur Elíasson im Westend vielleicht erst auf den zweiten Blick – ebenso wie den balancierenden Mann des Bildhauers Stephan Balkenhol in der Kaufingerstraße. Die Stadt hält Dutzende Kunstwerke im öffentlichen Raum bereit – und viele davon kennen nicht mal die Münchner selbst.

 

11. Eine Weltreise durch München machen

Wenn einem die Decke auf den Kopf fällt, muss man nicht sofort in den nächsten Flieger steigen. Auch vor unserer eigenen Haustüre lassen sich viele Orte entdecken, die an ferne Länder erinnern. So kann man bei einer Weltreise durch München ein Stück Asien im Westpark erkunden, italienische Architektur in der Altstadt entdecken, durch Pariser Straßen laufen in Haidhausen oder griechische Tempel bewundern am Königsplatz.

 

 

Text: Anja Schauberger; Fotos: Frank Stolle, Dominik Morbitzer

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