Die Schlossanlage Nymphenburg erstreckt sich über 220 Hektar. Das entspricht ungefähr der Größe von 320 Fußballfelder.
Schloss Nymphenburg

Juwel des Barock

Schloss Nymphenburg war bereits im 18. Jahrhundert in ganz Europa bekannt. Als Sommerresidenz war es einst ein Refugium für den Münchner Hof.

Kurfürst Ferdinand Maria schenkte das Schloss seiner Gemahlin Henriette Adelaide von Savoyen zur Geburt des lang ersehnten Sohnes Max Emanuel. 1664 wurde mit dem Bau begonnen. Damals, heute kaum mehr vorstellbar, lag Nymphenburg auf freiem Feld, zwei Stunden von der Residenz München entfernt. Heute ist es eine grüne Oase für alle inmitten der Stadt.

Die Baumeister Agostino Barelli und Enrico Zuccalli hatten Nymphenburg ursprünglich als Barockschloss entworfen. Später kamen dann Elemente des Rokoko und Klassizismus hinzu.

Während der Regierungszeit des Kurfürsten Max Emanuel (1680 bis 1726) erhielt das Schloss seine heutigen Dimensionen. Bei einem Rundgang kann man einen Blick in das Geburtszimmer König Ludwigs II. und auf die weltweit berühmte Schönheitengalerie König Ludwigs I. werfen.

Im Hubertussaal im Orangerietrakt des Schlosses finden an ausgewählten Tagen Klassikkonzerte statt, die bei den Münchnern und Gästen der Stadt sehr beliebt sind.

 

Ein Spaziergang im Schlosspark

Nymphenburg – das ist nicht nur die großzügige Schlossanlage der bayrischen Herrscher, sondern auch der weitläufige Park mit seinen einzigartigen Wasserspielen, einem reichen Skulpturenprogramm und den außergewöhnlichen Parkburgen.

Der ursprüngliche barocke Ziergarten wurde über die Jahre immer wieder verändert und erweitert und zeigt sich heute als englischer Landschaftsgarten des 19. Jahrhunderts. Seine malerische Gestaltung erhielt er durch den berühmten Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell.

Zur Besichtigung der Parkburgen empfiehlt sich ein ausgedehnter Spaziergang durch den 200 Hektar großen Schlosspark. In symmetrischer Anordnung lassen sich die Parkschlösschen Badenburg mit ihrem beeindruckenden Schwimmbecken, die von Asien inspirierte Pagodenburg, die als künstliche Ruine erscheinende Magdalenenklause und das Jagdschlösschen Amalienburg erkunden.

www.schloss-nymphenburg.de

 

 

Foto: Rainer Viertlböck