Münchner Norden

Pferde und andere Stärken im Norden

Mit Olympiapark, BMW Welt, Allianz Arena und Equila hat der Münchner Norden eine Menge zu bieten. Ein Überblick.

Die BMW Welt, das Erlebnis- und Auslieferungszentrum des Autobauers, liefert an manchen Tagen schon einmal bis zu 34.000 PS aus. Die futuristische Architektur steht in einem spannenden Dialog mit der luftig-leichten Dachkonstruktion des gegenüberliegenden Olympiaparks von 1972.

Ebenfalls im Münchner Norden gelegen: die Allianz Arena! Im Münchner Fußballtempel gibt es erstklassige Spiele und die FC Bayern Erlebniswelt zu bestaunen. Ab 2018 gibt es hier mit dem Equilaland außerdem den ersten Pferde-Erlebnispark der Welt.

Equilaland: der neue Erlebnispark

 

Das moderne und von der Natur inspirierte Design des Showpalast München entstammt der Feder des Berliner Architektenbüros GRAFT. Sie machten sich zur Aufgabe, einen Erlebnispark zu schaffen, der den Bedürfnissen von Besuchern, Pferden und ihren Reitern gleichermaßen gerecht wird. Highlight des Parks ist der Showpalast mit 1.650 Sitzplätzen, der im Herbst 2017 eröffnet wurde.

Hier erwartet die Besucher „Equila“, eine spektakuläre Show aus Reitkunst, Tanz- und Akrobatikeinlagen, besonderen Lichtarrangements und einer eigens für die Show komponierten Musik. Die Karten für die Vorstellungen sind im Vorverkauf erhältlich. Rund um den Showpalast entsteht eine Erlebniswelt, die dem Besucher Blicke hinter die Kulissen der Show ermöglichen wird.

Das Equila-Gelände ist, wie auch die Allianz Arena, über die Haltestelle der U6 in Fröttmaning vom Marienplatz aus in einer Viertelstunde zu erreichen.

www.cavalluna.com

BMW-Welt: ein Meisterwerk moderner Architektur

 

Das Lenkrad zittert, der Motor dröhnt, Sekunden später kommt der Fahrer auf regennasser Fahrbahn vom Kurs ab, mäht die Pylonen am Straßenrand nieder und streift die Bande. Die Karosserie schlägt Funken, das Fahrzeug steigt auf, überschlägt sich und kommt auf den Rädern zum Stehen. "Jetzt lass' mich mal...!", jubelt eine semmelblonde Fünfjährige und nimmt den Platz ihres Vaters im Cockpit ein. Und weiter geht die wilde Fahrt am neuen voll-immersiven Fahrsimulator in der Münchner BMW Welt. Jedem Gast, ob Jung oder Alt, wird hier die Möglichkeit eröffnet, die Fahrt in einem "echten" BMW am eigenen Leib zu spüren. Er lässt die Besucher die Kräfte des Fahrzeugs spüren, während sie in den Sitz gepresst oder durchgeschüttelt werden.

Durch Absperrkordeln auf vornehme Distanz gebracht, empfängt gleich ein Rolls Royce mit Ledersitzen und Armaturen aus Mimosenholz seine Bewunderer aus aller Welt. Im Rahmen einer BMW-Gruppenführung bietet sich jedoch exklusiv die Möglichkeit, hinter die Kordel zu treten und Intimeres zu erfahren über die noble Marke, deren Bezüge aus dem Leder von alpenländischen Weideochsen gefertigt werden. Der Guide berichtet, dass Kundenwünsche, wie die Verbauung von Holz aus dem eigenen Garten bis hin zu Farbkreationen wie „glasierter Apfel“ gerne erfüllt werden.

Während die beiden Shops und eine kulinarische Erlebnisreise in die Gastronomie in der BMW Welt allen offen stehen, kommt man nur mit dem Firmen-Guide an Orte, die für den normalen Besucher nicht zugänglich sind.

Während die beiden Shops und eine kulinarische Erlebnisfahrt in die Gastronomie in der BMW Welt allen offen stehen, kommt man nur mit dem Firmen-Guide an Orte, die für den normalen Besucher nicht zugänglich sind. Auch die Dramaturgie der Auslieferung der Neuwägen an die Kunden wird in allen ihren Stationen erläutert: Vom Waschen und Polieren bis hin zur oft selig-tränenreichen und dabei nahezu staubfreien ersten Begegnung mit dem neuen Gefährt im Bereich der sogenannten „Premiere“, wo von Montag bis Freitag in Spitzenzeiten bis zu 170 Autos ausgeliefert werden.

Auf weitere Details der rund einstündigen Führung mit vielen Fakten zur Geschichte, der Architektur und den Abläufen in der BMW Welt soll hier nicht vorgegriffen werden. Nur soviel: Am Ende ist unter anderem aufgeräumt mit allen möglichen falschen Anekdoten über die Herkunft des Marken-Logos, man kennt den Preis für das Basis Modell eines Rolls-Royce inklusive der zwei obligatorischen Regenschirme und erhält auch Antwort auf die Frage, was ein 3.000 Meter hoher Berg mit dem Lager der BMW Welt gemeinsam hat. Vor Ort kann man seinen Traum-BMW auch stundenweise buchen.

www.bmw-welt.com

Olympic Spirit: der Olympiapark

 

Immer wieder kehren Olympische Organisationskommitées nach München zurück, auf der Suche nach dem Erfolgsrezept des Olympiaparks von 1972, zuletzt mit Vertretern aus Brasilien und Tokio. Denn, das lässt sich ohne Übertreibung sagen, der Olympiapark München ist weltweit ein Musterbeispiel für die gelungene Nachnutzung einer olympischen Spielstätte. Das von der hügeligen Voralpenlandschaft inspirierte weitläufige Parkgelände, auf welches man von der rund 185 Meter hohen Plattform des Olympiaturms herabblickt, lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchstreifen.

Ganz gemütlich geht es im Rahmen einer Führung mit der kleinen Parkeisenbahn durch die Anlage. Je nach Abenteuerlust ist es auch möglich, sich an eine Zeltdach-Tour über das Dach des Olympiastadions zu wagen und diese fakultativ mit einem Flying Fox Flug über die Arena oder mit Abseilen ins 40 Meter tiefer gelegene Stadion abzuschließen. Hoch über dem Olympiasee ragt der auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs angelegte Olympiaberg auf.

Die Olympia-Alm, der höchstgelegene Biergarten der Stadt, sorgt dort sommers wie winters für Auftrieb und für die Möglichkeit, den Konzerten von Welt-Stars im Olympiastadion spontan und kostenlos zu lauschen.

Zeltdachtour

Erleben Sie das Olympiastadion München bei einer Zeltdachtour mit Blick bis zu den Alpen und, für die Mutigsten, einem Flug mit dem Flying Fox. Alle Infos zur Tour finden Sie hier.

Der multimediale Gedenkpavillon "Einschnitt" informiert über die zwölf Opfer des Attentats von 1972 und erklärt die historischen Hintergründe. Die Gedenkstätte wurde 2017 anlässlich des 45. Jahrestages der Geiselnahme eröffnet. An der Eröffnung nahmen Vertreter und Staatsoberhäupter aus Israel und Deutschland teil. Im Mittelpunkt der Gedenkstätte stehen die Geschichten der elf israelischen Sportler und eines deutschen Polizisten, die bei dem Anschlag ums Leben kamen. Den zwölf Opfern soll hier ein Gesicht gegeben werden.

Die Spielstätten von 1972, das Olympiastadion und die Olympiahalle, werden nach wie vor ganzjährig bespielt. Mit Sealife und den Präsentationen im Ausstellungssommer verfügt der Park über zwei weitere Attraktionen.

Für ein spontanes Bad in der Olympia-Schwimmhalle muss der Freizeitsportler heute nicht mehr weltrekordverdächtig schwimmen wie Mark Spitz. Der siebenfache Goldmedaillengewinner der Sommerspiele von 1972 ist der Stätte seiner Erfolge, wie viele andere Olympioniken von damals, bis heute treu verbunden.

www.olympiapark.de

Allianz Arena: Hier spielen die Besten

 

Erbaut nach den Plänen der renommierten Architekten Herzog & de Meuron, hat sich die Allianz Arena seit ihrer Eröffnung im Jahr 2005 zu einem Wahrzeichen Münchens entwickelt.

Bis zu 75.000 Zuschauer finden hier Platz, wobei dank der steilen Tribünen die Sicht auf das Geschehen von jedem einzelnen Sitz hervorragend ist. Schon auf dem Hinweg beeindrucken die knapp 3000 Luftkissen der Fassade: Sie erstrahlen bei Heimspielen des FC Bayern München in Rot und Weiß und bei Länderspielen in Weiß. Zu speziellen Anlässen wie dem St. Patrick's Day leuchten sie grün.

Auch die FC Bayern Erlebniswelt ist unbedingt einen Besuch wert: Deutschlands größtes Vereinsmuseum bietet eine emotionale Zeitreise von der Gründung des Fußball-Klubs im Jahr 1900 bis zu den aktuellen Triumphen.

www.allianz-arena.com

 

 

Text: München Tourismus; Fotos: Frank Stolle, Bernd Römmelt, Markus Dlouhy; Illustration: Julia Pfaller; Video: Redline Enterprises