Aktion: „Sommer in der Stadt“ – Orte

Diese Orte sollten Sie auf dem (Sonnen-) Schirm haben

Sonnengelbe Flaggen in der gesamten Innenstadt, Lichtprojektionen am Eingangstor der Fußgängerzone am Karlsplatz und das bezaubernde Lächeln des Münchner Kindls von allen Plakatwänden: Das waren die fröhlichen Vorboten der Aktion „Sommer in der Stadt", die auch 2021 wieder ein richtig gutes Kultur-, Spiel-, Sport- und Unterhaltungsprogramm geboten hat. Das waren die besten Locations:

Königsplatz

Was für ein überraschender Anblick! In der Maxvorstadt, vor der Kulisse der „Münchner Akropolis“ am Königsplatz dreht sich ab dem 28. Juli ein Riesenrad. Die Rundum-Sicht aus einer der 24 Gondeln eröffnet völlig neue Perspektiven. Weit schweift das Auge aus 45 Metern Höhe über die Museen im Kunstareal bis zum Olympiaturm im Norden der Stadt und hinüber zu den Zwiebeltürmen der Frauenkirche. An manchen Tagen sogar bis in die Berge. Sobald es dunkel wird, erstrahlt das Riesenrad in allen Farben.

Für Kinder ab sechs Jahren bietet die Familienachterbahn „Kinzlers Pirateninsel“ eine Berg- und Talfahrt mit rasanten Kurven. Kleinere Kinder sind am besten im Jumboflug aufgehoben. Freunde klassischer Fahrgeschäfte fliegen eine Runde im Nostalgie-Kettenkarussel. Gebrannte Mandeln, Bratwürste, Crêpes oder Schokofrüchte und sogar ein Gläschen Prosecco gibt es an den Buden und Ständen ringsum.

Download: Stadtplan Sommer in der Stadt 2021 (PDF)

Olympiastadion

Der Sommer in der Stadt hat auch das denkmalgeschützte Olympiastadion erobert. Noch fast 50 Jahre nach seiner Entstehung für die Olympischen Sommerspiele 1972 staunt der Betrachter darüber, wie man es schaffen kann, eine Dachkonstruktion derart leicht- und luftig erscheinen zu lassen. Unten auf der Bühne in der Südkurve des Olympiastadions, das normalerweise den Größen der internationalen Musikszene vorbehalten ist, treten zwischen 23. Juli und 22. August Musiker*innen mit  Programmschwerpunkten aus Popmusik, Jazz und Klassik auf.

Alle Konzerte werden zu moderaten Eintrittspreisen stattfinden, die unmittelbar den Künstler*innen zukommen. Das Programm ist in Kürze online verfügbar. Der Theatron-Musiksommer findet vom 13. bis zum 15. August ebenfalls im Olympiastadion statt. Der Eintritt zu diesem Festival, bei dem sich traditionell auch die Newcomer der Münchner Musikszene einem Publikum stellen, ist kostenlos.

Olympiapark

Der Olympiapark, oder „Olipark“, wie wir Münchner ihn liebevoll nennen, ist das von der hügeligen Voralpenlandschaft inspirierte weitläufige Parkgelände, das uns von der Olympiade geblieben und ans Herz gewachsen ist. Er lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchstreifen. Hier gibt es eine richtige kleine Alm und den Olympiasee. Für einen Panoramablick über München und Umgebung fährt man auf den über 290 Meter hohen Olympiaturm – oder man nutzt die Gelegenheit, die sich jetzt im Sommer ab dem 29. Juli bietet, und wählt eine Rundfahrt im Riesenrad auf dem Hans-Jochen-Vogel-Platz (ehemals Coubertinplatz).

Ein anderer Oktoberfestklassiker auf dem Festgelände, das sich von der Olympiahalle über den Platz mit dem Riesenrad  weiter den See entlang zieht, ist die familienfreundliche Achterbahn „Wilde Maus“. Dem Augenblick, wenn man mit sechs Jahren zum ersten Mal mit Papa oder Mama Wilde Maus fahren darf, fiebert jedes Münchner Kind entgegen. Bayerisch zünftig geht es im Laufgeschäft „Alpenrausch“ zu, wo der Hirsch röhrt und der Bach rauscht und die Besucher*innen nach Lasertunnel und Toboggan-Rutsche froh sind, wenn sie wieder festen Boden unter den Füßen haben. Daneben laden eine ganze Reihe von nostalgischen Wurf-und Schießbuden dazu ein, sein Glück zu versuchen. 

Für die Aktion „Sommer in der Stadt“ haben Vereine, Verbände und Referate der Landeshauptstadt München beschlossen,  während der bayerischen Sommerferien von Ende Juli bis Mitte August, zum Teil auch schon früher, verschiedene Plätze der Stadt mit einem attraktiven Programm zu bespielen. Der Sommer in München soll so für alle Münchner*innen und ihre Gäste trotz der nötigen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zu einem tollen Erlebnis werden. Hygieneauflagen und Abstandsregeln wurden bei allen Programmpunkten bedacht. Das Programm vom „Sommer in der Stadt“ wird ständig aktualisiert, tagesaktuelle Informationen finden Sie hier.

Theresienwiese

Das Gelände, das auch heuer ohne das größte Volksfest der Welt auskommen muss, ist ein ovaler, unbebauter und, wenn man von kleineren Kamillenfeldern absieht, zu großen Teilen asphaltierter Platz mitten in der Stadt. Und genau das macht seinen Charme aus. Der freie Blick ist wohltuend – und gleichzeitig ist die Theresienwiese der ideale Ort für ein großes Angebot an raumgreifenden Freizeitsportarten wie Parkour, Bouldern, Skateboarden und Streetball, die man dort mit dem Beginn der bayerischen Sommerferien ausprobieren kann.  Zusätzlich gibt es den Palmengarten, einen kleinen Sandstrand mit Liegestühlen unter echten Palmen, und Buden, an denen Getränke und Snacks verkauft werden.

Bereits im vergangenen Jahr war Kunst im Quadrat auf der Theresienwiese ein großer Erfolg. Vom 31. Juli bis zum 15. August kehrt das Event mit kostenfreien Konzerten, Performances, Tanztee, Bingo und Workshops wieder an diesen Ort zurück. Den Akteuren geht es vor allem um das Miteinander und darum, die Kreativität zu wecken, die in uns allen steckt!

Ab 28. Juli wird es dann noch etwas turbulenter auf der Theresienwiese. Die Fahrgeschäfte kommen! Spitze Schreie künden dann von einer Sturzfahrt in der feucht-fröhlichen Raftingbahn „Rio Rapidos“ oder vom Rundflug mit dem Kettenflieger „Bayern Tower“, der an einen überdimensionierten Maibaum erinnert und seine Gäste auf einem Rundflug mit bis zu 65 Stundenkilometern herumwirbelt. In unmittelbarer Nachbarschaft wackelt und blinkt die Gaudi-Scheune „Lach+Freu-Haus“mit ihrem Geschicklichkeits-Parcours,

Spektakulär auch die Achterbahn „Heidi – The Coaster“, die es auf etwa 430 Metern Schiene auf eine Spitzengeschwindigkeit von etwa 58 Stundenkilometer bringt. Und was gehört sonst noch zum zünftigen Münchner Volksfestvergnügen? Natürlich Kinderkarussells, Autoscooter, Schokofrüchte, Bratwürste, Wurf- und Schießbuden, Biergärten – für all das ist reichlich gesorgt.

Die Innenhöfe der Münchner Museen und Theater

Dass München Kultur kann, ist bekannt. Dass man aber in diesem Kultursommer Musik, Theater und viele weitere Kulturevents überall in der Stadt, in den Innenhöfen vieler Museen und auf öffentlichen Plätzen genießen kann, das ist dann doch etwas ganz Besonderes.

Im Innenhof des Deutschen Museums gibt es bis Ende September wieder den Science Summer: Täglich ab 12 Uhr laufen hier unter freiem Himmel  Vorträge, Science-Shows, Konzerte, Workshops und vieles mehr. Bei der spektakulären Stickstoff-Vorführung, bei spannenden Geschichten aus der Schifffahrt, aus der Luftfahrt oder der Altamira-Höhle oder bei einem der zahlreichen Mitmach-Programme können Besucherinnen und Besucher im Museumshof „Wissen erleben“ – wie es das Motto des Hauses verspricht. Das Angebot ist im Museumseintritt enthalten.

Video: Sommer in der Stadt

Vom 9. Juli bis zum 12. September bietet auch das Münchner Stadtmuseum unter dem Motto „Sommer im Hof“ein Open-Air-Kulturprogramm. Dazu muss man wissen, dass das Stadtmuseum einen ausgesprochen schönen Innenhof besitzt, ein kleine Oase mitten in der Altstadt, nur wenige Minuten vom Marienplatz entfernt. Am 9. Juli startet dort ein Konzertprogramm mit Klassik und Jazz, genauso wie mit Reggae, elektronischer Musik, moderner Volksmusik und Kinderkonzerten. Für die Allerkleinsten beginnt zeitgleich das KUCKUCK-Festival. Passend zur neuen Ausstellung „Nachts. Clubkultur in München“, stehen zusätzlich vom 24. Juli bis 1. August Bands verschiedener Genres abends auf der Bühne. In die Zeit des Kultursommers fallen im Münchner Stadtmuseum auch die Stummfilmtage vom 4. bis zum 22. August.

Auch das Deutsche Theater hat für seine Bühnen im Innenhof und im großen Theatersaal ein sommerliches Programm auf die Beine gestellt. Neben Kabarett und Konzerten können sich die Gäste ganz besonders auf den „Musical Salon“ mit den größten Stars des Musicals freuen. Für Kinder gibt es den kleinen Tiger und den kleinen Bär im Janosch-Musical „Oh wie schön ist Panama“.

Werksviertel-Mitte

Am Münchner Ostbahnhof entsteht seit einigen Jahren das Münchner Werksviertel. Auf dem Gelände einer ehemaligen Knödelfabrik finden neben Wohnen, Büros und Geschäften auch Kreativität, Musik, Kunst, soziales Engagement, Sport, Unterhaltung, Essen, Trinken und Tanzen dauerhaft ein Zuhause. Hier soll bis voraussichtlich 2025 auch das neue Münchner Konzerthaus entstehen.

Der Sommer in der Stadt ist im Werksviertel-Mitte der Auftakt in die Veranstaltungssaison. Auf einer Freilichtbühne am Knödelplatz kommen vom 15. Juli bis 1. August Konzerte, Musicals, Theaterstücke und Stand-up-Comedy zur Aufführung. Die Programmverantwortlichen freuen sich, damit einen Beitrag zur Unterstützung von Kunst und Kultur zu leisten und das Publikum wieder in den Genuss von Liveveranstaltungen zu bringen.

Das Programm findet jeweils von Donnerstag bis Sonntag statt. Einlass ist immer eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung. Ein weiteres Highlight im Werksviertel ist eine Fahrt mit dem Umadum (bayerisch für „rundherum“) dem größten mobilen Riesenrad der Welt, mit Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde.

Jakobidult

Wie schön, dass im Rahmen von „Sommer in der Stadt“ die Sommerausgabe der traditionellen Auer Dult, die Jakobidult auf dem Maria-Hilf-Platz besucht werden kann. Das Gelände dieses Volksfestes mit Markttreiben liegt im charmanten Münchner Stadtteil Au. Spaziert man durch die Gassen des Viertels, hat man fast das Gefühl, in einem Dorf mitten in der Stadt zu sein.

Vom 24. Juli. bis zum 1. August können auf der Dult Geschirr und Haushaltswaren, Gewürze, Strickwaren, Socken, Trachten und vieles mehr erstanden werden. Die typischen Schmankerln wie Steckerlfisch, Bratwurstsemmeln und auch der süße Abschluss mit Schokofrüchten, gebrannten Mandeln und Eis darf natürlich nicht fehlen. Und auch nicht Wurf- und Spielbuden und Karussells wie das Traditions-Fahrgeschäft „Russenrad“, das als ältestes Riesenrad Bayerns gilt. Aufgrund der Beschränkungen durch die Pandemie wird der Zugang zur Jakobidult über ein Besucherzählsystem geregelt. Maximal 1.500 Menschen dürfen sich auf dem Festgelände aufhalten.

Sie möchten alle Highlights des Sommers in der Stadt erkunden und dabei noch etwas gewinnen? Dann nehmen Sie an unserer Stempelkarten-Aktion teil.

Kollektivgärten und Monocorona

Irgendwann in diesen lähmenden Stunden und Tagen der Pandemie, als nichts vor- und zurückging, fassten die Betreiber des legendären Clubs Harry Klein folgenden Entschluss:  „Wenn die Leute nicht mehr zu uns in den Club kommen können, dann kommen wir eben zu den Leuten.“ Das war die Geburtsstunde der Kollektivgärten.  In schönster Biergartenatmosphäre legen die DJs dort während des Sommers Corona-konform unter freiem Himmel auf.

Man kann sich dort prima mit Freund*innen treffen, tanzen oder auch einfach entspannen. Nicht nur Techno ist geboten, sondern ein täglich wechselndes, bunt gemischtes Musik-, Kunst- und Kulturprogramm. Einen Kollektivgarten gibt es noch bis zum 22. Juli auf der Theresienwiese, dann geht es weiter auf der Festwiese im Weißenseepark und im „Sugar Mountain“, dem zwischengenutzen alten Betonwerk in Obersendling.

Mit Monocorona startet heuer eine neue Pop-up-Konzertreihe an wechselnden öffentlichen Orten in ganz München. Die Konzerte finden bis zum 1. Oktober jede Woche donnerstags und freitags von 18.30 Uhr bis 22 Uhr statt. Ausgenommen sind die ersten drei Augustwochenenden. Informationen zu den Locations, dem Programm und zu den Tickets gibt es hier.

 

 

Detaillierte Informationen zu allen Events beim „Sommer in der Stadt“:

muenchen.de/sommer

kultursommerinderstadt.de

 

 

Text: Karoline Graf; Fotos: Frank Stolle, mbeam, Jörg Lutz