Aktion: „Sommer in der Stadt“

Diese Orte sollten Sie auf dem (Sonnen-) Schirm haben

München lässt sich nicht lumpen und fährt im Sommer 2020 ein richtig gutes Kultur-, Spiel-, Sport- und Unterhaltungsprogramm auf. Große Teile des Programms wurden bis zum 4. Oktober verlängert. Das sind die besten Locations:

Königsplatz

Was für ein überraschender Anblick! In der Maxvorstadt, vor der Kulisse der „Münchner Akropolis“ am Königsplatz dreht sich ein Riesenrad. Die Rundum-Sicht aus einer der 24 Gondeln eröffnet völlig neue Perspektiven. Weit schweift das Auge aus 45 Metern Höhe über die Museen im Kunstareal bis zum Olympiaturm im Norden der Stadt und hinüber zu den Zwiebeltürmen der Frauenkirche. An manchen Tagen sogar bis in die Berge. Sobald es dunkel wird, erstrahlt das Riesenrad in allen Farben. Für Kinder ab sechs Jahren bietet die Familienachterbahn „Kinzlers Pirateninsel“ eine Berg- und Talfahrt mit rasanten Kurven. Kleinere Kinder sind am besten im Jumboflug aufgehoben. Freunde klassischer Fahrgeschäfte fliegen eine Runde im Nostalgie-Kettenkarussel. Gebrannte Mandeln, Bratwürste, Crêpes oder Schokofrüchte und sogar ein Gläschen Prosecco gibt es an den Buden und Ständen ringsum.

Für die Aktion „Sommer in der Stadt“ haben Vereine, Verbände und Referate der Landeshauptstadt München beschlossen, mindestens für die Dauer der bayerischen Sommerferien von Ende Juli bis Mitte September verschiedene Plätze der Stadt mit einem attraktiven Programm zu bespielen. Der Sommer in München soll so für alle Münchner und ihre Gäste trotz der nötigen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zu einem tollen Erlebnis werden. Hygieneauflagen und Abstandsregeln wurden bei allen Programmpunkten bedacht. Das Programm vom „Sommer in der Stadt“ wird ständig aktualisiert, tagesaktuelle Informationen finden Sie hier.

Olympiastadion

Der Sommer in der Stadt hat auch das denkmalgeschützte Olympiastadion erobert. Noch fast 50 Jahre nach seiner Entstehung für die Olympischen Sommerspiele 1972 staunt der Betrachter darüber, wie man es schaffen kann, eine Dachkonstruktion derart leicht- und luftig erscheinen zu lassen. Unten auf der Bühne, die normalerweise den Größen der internationalen Musikszene vorbehalten ist, treten noch bis zum 29. September täglich ab 19 Uhr Bands verschiedener Münchner Labels auf. Die kostenlosen Konzerte bilden die gesamte Bandbreite der lebendigen Münchner Musikszene ab. Zu den Highlights zählten bisher Elektropop mit „Umme Block“, die HipHopper von „Zugezogen maskulin“, der Rapper BBou, die Formation „Beat the Danceflloor“ und die überregional bekannte Band Pollyester um die Münchner Musikerin und Performance-Künstlerin Polina Lapkovskaja.

Alle Bands und Termine: www.sommerbuehneimstadion.de

Olympiapark: Festivalgelände und Coubertinplatz

Der Olympiapark, oder „Olipark“, wie wir Münchner ihn liebevoll nennen, ist das von der hügeligen Voralpenlandschaft inspirierte weitläufige Parkgelände, das uns von der Olympiade geblieben und ans Herz gewachsen ist. Er lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchstreifen. Hier gibt es eine richtige kleine Alm und den Olympiasee. Für einen Panoramablick über München und Umgebung fährt man auf den über 290 Meter hohen Olympiaturm – oder man nutzt die Gelegenheit, die sich jetzt im Sommer bietet, und wählt eine Rundfahrt im Riesenrad auf dem Coubertinplatz.

Der Olympiapark erwartet seine Besucher mit Volksfestvergnügen und allem, was dazugehört. Außer auf dem Coubertinplatz wird auch auf dem sogenannten Festivalgelände gefeiert. Wollte man erklären, worin genau der Unterschied zwischen den Angeboten liegt, könnte man sagen, ja mei, auf dem Festivalgelände, da geht es halt etwas bayerischer zu.

Der Kettenflieger „Bayern Tower“ zum Beispiel erinnert dort an einen überdimensionierten Maibaum und schickt seine Gäste auf einen Rundflug mit bis zu 65 Stundenkilometern. Spektakulär auch die benachbarte Achterbahn „Heidi – The Coaster“, die es auf etwa 430 Metern Schiene auf eine Spitzengeschwindigkeit von etwa 58 Stundenkilometer bringt. Im „Münchner Lach + Freuhaus“ erwartet den Besucher ein Geschicklichkeits-Parkour mit drehbaren Heuballen, „Resis Spiegelkammer“ und einem Kuhglockenlabyrinth. Und was fehlt jetzt noch zum Bayernglück? Haxn, Hendl und Steckerlfisch! Auch davon gibt es reichlich.

Am benachbarten Coubertinplatz derweil lautes Geschrei, Sturzbäche, Stromschnellen, ein Wasserfall – aber kein Grund zur Sorge: Hier bahnt sich keine Naturkatastrophe an, sondern feucht-fröhliches Vergnügen bei einer Fahrt mit der Raftingbahn „Rio Rapidos“ auf dem Coubertinplatz, wo es sonst im Großen und Ganzen etwas beschaulicher zugeht, als auf dem Festivalgelände.

Dult-Hopping

Was haben wir die Dult vermisst! Wie schön, dass im Rahmen von „Sommer in der Stadt“ eine  Variante dieses urmünchnerischen „Volksfests mit Markttreiben“ angeboten wird. Auf diese Weise lernt man auch einmal die charmanten Stadtteile Haidhausen und Au besser kennen. Spaziert man durch die Gassen dieser Viertel, hat man fast das Gefühl, in einem Dorf mitten in der Stadt zu sein.

Noch bis zum 4. Oktober können auf dem Orleansplatz und dem Weißenburger Platz beim Freiluft-Shoppen Geschirr und Haushaltswaren, Gewürze, Strickwaren, Socken, Trachten und vieles mehr erstanden werden. Die typischen Schmankerln wie Steckerlfisch, Bratwurstsemmeln und auch der süße Abschluss mit Schokofrüchten, gebrannten Mandeln und Eis dürfen natürlich nicht fehlen. Und auch nicht Wurf- und Spielbuden und Karussells.

Video: Sommer in der Stadt

Die ganze Stadt eine Bühne

Dass München Kultur kann, ist bekannt. Aber dass man in diesem Kultursommer Musik- und Theater wirklich in allen Teilen der Stadt, in den Innenhöfen vieler Museen und auf Bühnen von München-Solln bis München-Moosach genießen kann, und zwar größtenteils kostenlos, das ist dann doch noch einmal etwas ganz Besonderes.

Bekannte Kabarettisten wie Luise Kinseher, Django Asül, Christian Springer zum Beispiel treten auf der Bühne im Innenhof des Deutschen Theaters auf.

Ebenfalls mit dabei ist der Eulenspiegel Flying Circus Open-Air im Innenhof des Deutschen Museums. Bis zum 5. Oktober treten dort renommierte Künstler, Musiker und Kabarettisten wie Stephan Zinner, Helge Schneider, Günther Grünwald, Hans Söllner, Pam Pam Ida und Dreiviertelblut auf. Die Kosten für die verschiedenen Kabarett- und Konzert-Vorstellungen liegen bei 25 bis 30 Euro.

Zirkusreif ist auch die lustigste Autowaschstraße Münchens. Samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr säubern an der Zirkus-Krone-Straße rund 20 Clowns und Artisten des Circus Krone die Autos ihrer Kunden für jeweils 15 Euro mit viel Schaum und Clownerie.

Beim Trachtival im Münchner Werksviertel kann man gerne in Dirndl oder Lederhosen kommen. Es findet jeweils dienstags  bis sonntags noch bis zum 25.10. statt. Von weitem schon zu sehen ist das Riesenrad „Umadum“, zu dessen Füßen die Besucher eine Mischung aus weiteren Fahrgeschäften, Essensständen und Biergartenatmosphäre erwartet. Auf der Herbstbühne am Knödelplatz spielen Kapellen Musik, die man sonst um diese Jahreszeit auf dem Oktoberfest gehört hätte. 

Das Backstage an der Friedenheimer Brücke bietet ein Kulturprogramm mit Konzerten und Shows in seinem Außenbereich unter einem Zeltdach. Auf dem Programm stehen Auftritte von „d'Artagnan“, „Feuerschwanz“, „Long Distance Calling“
und „Covenant“. Zum Abschluss spielt am 9. und 10. Oktober dort die Mittelalter-Folkband Schandmaul. Karten gibt es online direkt über das Backstage.

Theresienwiese

Das Gelände, das heuer ohne das größte Volksfest der Welt auskommen muss, ist ein ovaler, unbebauter und, wenn man von kleineren Kamillenfeldern absieht, zu großen Teilen asphaltierter Platz mitten in der Stadt. Der freie Blick ist wohltuend für die Städter – und hier ist auch der ideale Ort für raumgreifende Freizeitsportarten.

Zu Füßen der 18 Meter hohen Bavaria braucht es jetzt nicht viel mehr, als ein bisschen Neugierde, um unter Anleitung von Profis etwas Neues auszuprobieren. Auf der Aktionsfläche Ecke Matthias-Pschorr-Straße und Bavariaring, sind den Sommer über Trend und Actionsport im Angebot: Täglich Parkour und Trampolinspringen, am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag Skateboard-Workshops. Immer mittwochs und donnerstags von 14 bis 19 Uhr Frisbeeparcours und Radlworkshops, sowie Spielgeräteverleih und Spielangebote.

Von Montag bis Donnerstag ist auf der Theresienwiese um 19 Uhr Fitnesstraining für alle Altersklassen angesagt. In der Chillout-Area gibt es einen kleinen Sandstrand mit Liegestühlen unter echten Palmen und Buden, an denen Getränke und Snacks verkauft werden. Da kann man wunderbar liegen und nichts tun oder sich vom Sport erholen."

 

Biergärten

Kein Münchner Sommer ohne Biergarten. Hier kann man sich entspannen, einen kühlen Trunk nehmen und seine eigene Brotzeit mitbringen. Viele Münchner Biergärten haben heuer zusätzlich Blaskapellen, bayerische Tanz- und Wirtshausmusiker, Schuhplattler oder Goaßlschnalzer zu sich eingeladen. Legendäre Biergartensommer sind im Paulaner am Nockherberg, im Hofbräukeller, beim Aumeister im Englischen Garten, im Biergarten am Chinesischen Turm, im Hopfengarten, im Biergarten Kugleralm, in Radlingers Weißbiergarten im Olympiapark und in vielen weiteren Biergärten der Stadt zu erleben.

 

Weitere Informationen:

muenchen.de/sommer

Stadtplan Sommer in der Stadt (PDF)

 

Online-Umfrage:

Wir möchten von Ihnen gerne wissen, wie Ihnen der „Sommer in der Stadt“ gefällt. Hier geht's zur Umfrage im offiziellen Stadtportal muenchen.de

 

 

Text: Karoline Graf; Fotos: Frank Stolle