München Tourismus

Tourismusstrategie

München ist als die attraktivste europäische Metropole für Genusskultur und Kulturgenuss und Lebensfreude positioniert, mit der einzigartigen Möglichkeit zur Teilhabe am Leben der Stadt.

Die neue Marke München – mit viel Genuss zum Erfolg

Seit 2012 steht die Zusammenarbeit der Partner im Münchner Modell für Innovation im Tourismusmarketing. München Tourismus, die touristische Institution der Landeshauptstadt München, und die Tourismuswirtschaft vor Ort, organisiert im Tourismus Initiative München (TIM) e.V.,verstehen sich als Schrittmacher für eine gemeinsame Sache: die Zukunft der Stadt als prosperierende Tourismusmetropole

Die strategischen Grundlagen für die konzertierte Außendarstellung der Destination München leiten sich aus den neuesten Erkenntnissen der Marktforschung und den Bedürfnissen moderner Städtereisender ab. Bei der Entscheidung für eine Städtedestination weist der Trend ganz klar in Richtung einer Kombination aus Kultur, Genuss und gemeinschaftlichem Erleben. Als im Wettbewerb entscheidend wurden Münchens Spitzenangebote in diesen Bereichen identifiziert und herausgestellt.

Traditionell sind die Münchnerinnen und Münchner ihren Gästen zugewandt und lassen sie gerne an allen Annehmlichkeiten der Stadt teilhaben. Diese gastfreundliche Offenheit zeichnet die Landeshauptstadt international vor ihren Mitbewerbern aus. Bis 2020 soll München im internationalen Wettbewerb als die attraktivste europäische Metropole für Genusskultur, Kulturgenuss und Lebensfreude positioniert sein mit der für die Gäste einzigartigen Möglichkeit zur Teilhabe am Leben der Stadt.

Im selben Zug soll München als einer der international führenden Kongress- und Tagungsstandorte positioniert werden.

Die aktuelle, weltweit geführte Diskussion um die Kehrseiten allzu rasanten touristischen Wachstums fließt in alle strategischen Überlegungen mit ein. Auch im Sinne der Münchner Bürger haben sich die Partner auf die Vision eines kontrollierten, verträglichen Wachstums verständigt.

 

Netzwerken im Münchner Modell – ein Turbo für gute Ideen

Von der engen Zusammenarbeit im touristischen Netzwerk profitieren alle Partner wechselseitig. Vor allem aber stärkt der gemeinsame Auftritt die touristische Außenwirkung Münchens. Die Konstellation aus rund 200 in TIM e.V. organisierten Unternehmen und München Tourismus, der touristischen Institution der Landeshauptstadt, im sogenannten Münchner Modell ist wegweisend. Der Einsatz konkreter Ressourcen wie Etats, Kunden und Reichweite aber auch Wissen, Erfahrung, Talente und Kreativität potenzieren sich im gemeinsamen Vorgehen. So wird die gemeinsame touristische Botschaft mit weit stärkerer Stimme verbreitet als durch einzelne Protagonisten.

Ein Schwerpunkt der Aktivitäten im Netzwerk ist die Gestaltung eines Portfolios an sowohl buchbaren als auch nicht-kommerziellen Angeboten, die den Gästen im Sinne des gewünschten Imagewandels die Wahrnehmung Münchens als gastfreundliche und aufgeschlossene Kultur- und Genussmetropole eröffnen. In der Kommunikation mit einer gemeinsamen Dachmarke emotionalisieren München Tourismus und TIM e.V. ihren Standort mit Geschichten, die die Kunden bei ihren Sehnsüchten abholen und ihnen das trendige, authentische, besondere München nahebringen. „Local Heros“ erzählen beispielsweise von ihrer besonderen Verbundenheit mit der Stadt.

Ein modernes Corporate Design und eine markenkonforme Bildsprache bringen das Image der Reisedestination zum Ausdruck. Im Mittelpunkt der Kommunikation steht der Online-Auftritt  und die Präsenz in sozialen Medien. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der inspirativen Präsentation der Destination.

 

Ziele, Zeiten, Zielgruppen

Drei Ziele werden für das weitere touristische Vorgehen in den kommenden Jahren priorisiert: Allen voran steht die nachhaltige Förderung eines moderaten Wachstums des Tourismus in München. Nur Wachstum mit Augenmaß kann ein Einvernehmen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt erhalten. Die Willkommenskultur ist von essentieller Bedeutung für die Marke, zu der München sich entwickeln soll. Auf ein gutes Einvernehmen mit den Münchnerinnen und Münchnern zielen daher auch die Bestrebungen von München Tourismus und TIM e.V., konzentriert die buchungsschwächeren Zeiten zwischen Oktoberfest und Christkindlmarkt („Kulturherbst“) und von Januar bis April („Frühling in München“) zu bewerben. Zielgruppengerechte Angebote bieten den Anreiz für Aufenthaltsverlängerung und Wiederkehr.

Das zweite Ziel ist die Sicherung von Marktanteilen in den deutschsprachigen Märkten. Deutschland nimmt dabei als Markt wegen seines Anteils von über 50 Prozent an den Übernachtungen und seiner Krisensicherheit eine Sonderstellung ein. Für den deutschsprachigen Raum haben München Tourismus und TIM e.V. Zielgruppen festgelegt, die sich durch überdurchschnittliche Reisetätigkeit und ausgabefreudiges Verhalten auszeichnen: das konservativ-etablierte Milieu sowie das liberal-intellektuelle und das adaptiv-pragmatische Milieu. Sie repräsentieren insgesamt rund ein Drittel der Reisenden aus dem deutschsprachigen Raum. Mittelfristig sollen in den internationalen Märkten analoge Zielgruppen identifiziert und angesprochen werden.

Das dritte Ziel ist die Bewahrung der hohen Internationalität des Tourismus. Rund 50 Prozent aller Übernachtungen in München werden von Gästen aus dem Ausland generiert. Damit nimmt München deutschlandweit die Spitzenposition im Vergleich mit anderen Städtedestinationen ein. Die permanente und präzise Analyse der Quellmärkte und daraus abgeleitet die Priorisierung in A-, B- und C-Märkten ist die Grundlage für zielgenaue Marktbearbeitung. Die Intensität der Marktbearbeitung wird auf der Basis der regelmäßigen Analyse von Übernachtungszahlen, der Entwicklung in den Märkten und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen festgelegt.

 

 

Foto: Christian Kasper