Hochschule für Musik und Theater

Talent für Töne und Pirouetten

Wer ein besonderes Talent für Jazzmusik, Ballett oder auch fürs Schauspiel und Dirigieren besitzt, kann an der Hochschule für Musik und Theater sein Hobby zum Beruf machen – vorausgesetzt, er besteht zuvor ein strenges Auswahlverfahren. Das Gebäude im Stadtteil Maxvorstadt diente einst übrigens ganz anderen Zwecken.

Die Hochschule für Musik und Theater München ist eine der größten Hochschulen im kulturellen Sektor in Deutschland. Zwar erhielt sie ihren heutigen Namen erst im Jahr 1998, gegründet wurde die Einrichtung aber bereits 1846 unter der Bezeichnung „Königliches Conservatorium für Musik“.

Unterrichtet werden die Theaterberufe der Hochschule im Prinzregententheater; die Ballett-Akademie befindet sich an der Wilhelmstraße. Auch an der Luisenstraße und am Gasteig gibt es Dependancen der Hochschule für Musik und Theater. Ihren Hauptsitz hat sie aber im ehemaligen Führerbau der NSDAP an der Arcisstraße in der Maxvorstadt. Das Gebäude wurde 1933 bis 1937 nach den Plänen des Architekten Paul Ludwig Troost für Adolf Hitler errichtet und diente Repräsentationszwecken. Im Luftschutzkeller versteckten die Nazis allerhand Raubkunst.

Ab 1945 nutzte die US-Militärregierung das Haus als zentrale Sammelstelle für Beutekunst wie die Kunstsammlung von Göring. Hier wurden die noch existierenden Werke identifiziert und an die Besitzer zurückgegeben. Im Jahr 1954 wurde der frühere Kongresssaal des Gebäudes zum Konzertsaal umgebaut.

Die Hochschule bildet rund 1.000 Studenten in elf Instituten und Akademien in allen künstlerischen und pädagogischen Musikberufen sowie im Tanz aus. Besonderes Augenmerk gilt dem Kultur- und Musikmanagement, dem Musikjournalismus und den Theaterberufen, für die die Einrichtung eng mit der Theaterakademie August Everding zusammenarbeitet.

An der Hochschule gibt es Institute für Schulmusik, Kirchenmusik, Jazz sowie Neue Musik, Komposition und Dirigieren. Gelehrt werden zudem künstlerische Gesangs- und Theaterausbildung sowie künstlerische Instrumentalstudiengänge mit den Bereichen Holz- und Blechbläser, Streicher, Zupfinstrumente, Schlagzeug und Kammermusik. Feste Elemente der Hochschule sind darüber hinaus zahlreiche renommierte Chöre, Ensembles und Orchester.

 

 

Foto: Jens Weber

Verwendung von Cookies

Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen