FC Bayern München

La Isla Bonita: Bayern-Fans aus aller Welt

Zu jedem Heimspiel des FC Bayern München reisen Fans aus der ganzen Welt an. Drei von ihnen erzählen, warum ihr Herz ausgerechnet für den deutschen Rekordmeister schlägt.

Franklin Ajiba, 40, aus Lagos, Nigeria

 

Warum sind Sie ausgerechnet Fan des FC Bayern München?

Das geht zurück auf die Zeit, als ein junger Mann aus Ghana hier spielte, Sammy Kuffour. Das war in den 90er-Jahren, ich war gerade mit der Highschool fertig und wurde so auf den FC Bayern aufmerksam. Ghana ist ja nicht weit von Nigeria entfernt.

Wer ist Ihr Lieblingsspieler?

Franck Ribéry, weil er fast so heißt wie ich. Und Arjen Robben, weil er wie ich mit dem linken Fuß schießt.

Was fasziniert Sie am FC Bayern München?

Vor allem die einzigartige Historie. Für diesen Verein haben so viele außergewöhnliche Menschen gespielt. Denken Sie nur an Franz Beckenbauer. Und dann gefällt mir auch, dass der FC Bayern so konstant Erfolg hat. Jahr für Jahr spielen sie in der Champions League – na ja, zumindest bis zum Halbfinale.

Sind Sie extra für die Bayern nach Deutschland gereist?

Nein, ich arbeite für ein großes Chemie-Unternehmen und bin wegen der Messe Drinktec in München. Aber wenn ich schon mal hier bin, wollte ich die Chance nutzen und die Allianz Arena mit eigenen Augen sehen.

Hält die Realität Ihren Erwartungen stand?

Oh, ja! Dieses Stadion ist wirklich einzigartig. Sehen Sie nur die Strukturen der Fassade, ich bin auf jeden Fall beeindruckt. Wenn es dunkel wird, soll es ja erleuchtet werden. Das würde ich zu gerne einmal sehen.

Feng Zhu, 33, aus Shanghai, China (auf dem Foto mit Freundin Wen Wen, 29)

 

Wie oft waren Sie schon bei einem Spiel des FC Bayern München?

Heute ist mein erstes Mal. Ich bin schon sehr aufgeregt und kann es kaum erwarten, ins Stadion zu kommen.

Warum sind Sie ausgerechnet Fan des FC Bayern München?

Ich habe mich einfach verliebt, das war vor etwa zehn Jahren. Dieser Verein hat eine besondere Seele. Ich kenne keine Mannschaft, die so viel Leidenschaft in sich trägt und wirklich immer um jeden Preis gewinnen will.

Wer ist Ihr Lieblingsspieler?

Natürlich Thomas Müller! Er ist immer so optimistisch und auf dem Platz mit vollem Einsatz dabei. Irgendwie scheint er bei jedem Spiel hochmotiviert zu sein. Mein Traum wäre, ein Foto mit ihm zu machen.

Wie verfolgen Sie den FC Bayern München zu Hause?

Zum Glück werden im Fernsehen fast alle Spiele übertragen – und ich versuche, keines zu verpassen. Nur die Zeitverschiebung nervt etwas. Für manche Spiele muss ich um zwei Uhr morgens aufstehen. Aber das ist es mir auf jeden Fall wert.

Was haben Sie sonst noch vor in München?

Na ja, wir haben nicht allzu viel Zeit. Wir sind erst vorgestern gelandet, heute Abend gehen wir noch ins Weinzelt auf dem Oktoberfest und morgen fliegen wir schon wieder zurück nach Shanghai.

Alexandro Gamboa, 36, aus Santiago de Querétaro, Mexiko (im Bild mit Victor Rodriguez, 37)

 

Was war Ihr persönlicher FC-Bayern-München-Moment? 

Das war das Champions-League-Finale 2013 gegen Borussia Dortmund. Ich habe selten ein so spannendes und hochklassiges Spiel gesehen.

Was fasziniert Sie am FC Bayern München?

Der FC Bayern ist eine der besten Mannschaften der Welt. Und ich mag einfach die deutsche Art, Fußball zu spielen: kraftvoll und immer den direkten Weg nach vorne suchend. Als Mexiko das letzte Mal gegen Deutschland gespielt hat, ist das nicht gut für uns ausgegangen. Dafür sind wir besser im Boxen.

Wer ist Ihr Lieblingsspieler?

Franck Ribéry. Er ist gleichzeitig stark und schnell und verfügt über eine herausragende Technik.

Wie verfolgen Sie den FC Bayern München zu Hause?

Wegen der Zeitverschiebung schaue ich wenige Spiele live. Aber zum Glück zeigen Sender wie ESPN Zusammenfassungen. Vor allem die Champions-League-Partien verpasse ich eigentlich nie.

Unterstützen Sie noch einen anderen Verein?

Ja, der FC Bayern ist mein europäischer Lieblingsverein. Zu Hause halte ich zu den UNAM Pumas aus Mexiko-Stadt. Einmal haben wir in einem Testspiel sogar gegen Real Madrid gewonnen.

 

 

Protokolle: Nansen & Piccard; Fotos: Frank Stolle