Bayerische Staatskanzlei

Ein Prachtbau für Bayern

Herrschaftlich thront die Bayerische Staatskanzlei mitten in der Stadt am Hofgarten. Der mächtige Bau, eine Kombination aus steinerner Kuppel und gläsernen Flügeln, verrät: Hier ist Bayerns Macht zu Hause.

Wer einen Spaziergang durch den Englischen Garten bis zum Hofgarten macht, sollte sich die Bayerische Staatskanzlei nicht entgehen lassen. Als Behörde unterstützt sie den Ministerpräsidenten und die Staatsregierung in ihren Aufgaben. Politisch Interessierte staunen – immerhin befindet sich hier das Zentrum der bayerischen Macht.

Abgesehen davon ist die Staatskanzlei aber vor allem für Architekturliebhaber einen Besuch wert. Das Gebäude beeindruckt, weil es Neu und Alt kombiniert. Die Pläne für den mächtigen Bau gehen auf den ehemaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß zurück. 1993 wurde das heutige Gebäude fertiggestellt. Der Kuppelbau des ehemaligen Armeemuseums, das sich inzwischen in Ingolstadt befindet, wurde saniert. Drumherum sticht der Neubau ins Auge. Denn: Die Renaissance-Arkaden strahlen als verglaste Flügel über den Hofgarten.

Dieser Ort hat durchaus was Magisches: Viele kommen und genießen ein Picknick unter den Bäumen, machen es sich mit einem Buch auf einer Bank gemütlich, strecken die Nase in die Sonne und lauschen den Springbrunnen. Ein Glück, dass das heute so möglich ist. Denn: Fast 30 Jahre lang stritt die Bayerische Staatsregierung mit der Stadt München über den Umbau des jetzigen Staatskanzlei-Gebäudes. Dabei ging es vor allem um die Lage am Hofgarten und an der Münchner Residenz. „Rettet den Hofgarten“ hieß eine Bürgerinitiative, die sich damals formierte.

Erst nach dem Tod von Franz Josef Strauß im Jahr 1988 kam es unter seinem Nachfolger Max Streibl zu einem Kompromiss. Am Ende wurde das Gebäude mit seinen rund 8.800 Quadratmetern nur halb so groß wie geplant, und es war dann Ministerpräsident Edmund Stoiber, der 1993 seinen neuen Amtssitz beziehen konnte. Da bekommt das Picknick im Hofgarten doch gleich einen ganz anderen Stellenwert, ob der Bedeutung dieses Orts für Bayern.

 

 

Foto: Frank Stolle

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