Flanieren: Kazmairstraße

Auf den Spuren von Monaco Franze

Jörg Kazmair hatte blaues Blut und war sogar mehrmals Bürgermeister der Stadt München. Allerdings machten die meuternden Handwerkszünfte den Patriziern ab 1397 den Garaus, Jörg Kazmair kam noch mit dem Kopf davon. 1878 bekam die Straße seinen Namen.

La Kaz, Ecke Ligsalzstraße

Man staple Ziegelsteine, stelle alte Bundeswehrstühle und Holztischchen auf, versprühe Wohnzimmeratmosphäre und serviere Backhendl und Eclairs dazu – voilà: das La Kaz.

 

Monaco Franze

Der Schauspieler Helmut Fischer ist in Neuhausen aufgewachsen, seine Serien-Kultfigur aber, der ewige Stenz Monaco Franze, kam „ … im Sommer des Jahres 1933 hineingeboren … zwischen Westend und Schwanthalerhöh’, dort wo die Kazmair- der Ligsalzstraße begegnet“ zur Welt – so beschreibt Regisseur Helmut Dietl die Schöpfung seines Münchner Originals.

 

Ca Va, Nr. 44

Draußen steht in großen Versalien Ludwigs Vorstadt, drinnen stecken Anekdoten aus 26 Jahren Lokalgeschichte. Das Ca Va ist eine grobe Mischung aus American Diner und Wiener Kaffeehaus, deftigem Essen und unaufgeregter Existenz. Mehr oder weniger bekannte Schauspieler sind oder waren Stammgast oder kellnerten hier. Der hungrige Uwe Ochsenknecht tauschte einst sein Backgammonspiel gegen ein Tiroler Gröstl.

 

Spiel und Spaß, Höhe Georg-Freundorfer-Platz

Platzl sind ja immer was Feines. Der Georg-Freundorfer-Platz, der an die Kazmairstraße grenzt, ist ein Spieleparadies für drei Generationen. Kinder toben auf Deutschlands urkundlich schönstem Spielplatz – ein Labyrinth aus hohen Pfählen mit Hängebrücken, Plattformen, Seilen und Netzen. Daneben spielen Halbstarke Fuß- und Basketball – und wenige Schritte weiter treffen sich ältere Herren und zuweilen Studenten auf eine oder zwei Partien Schach.

Stadtrundfahrt

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Rüen Thai, Nr. 58

Der Chef ist Weinliebhaber, entsprechend lang und vielfältig ist die Weinkarte des Restaurants: vom Bordeaux bis ins Elsass, von Italien, Deutschland, Österreich, Kalifornien bis Australien kann man sich einmal um den Globus trinken. Die Preise sind insgesamt gesalzen, das Essen ist schön scharf, extrem fotogen und von Gault Millau und vielen Gästen ausgezeichnet.

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Text: Nansen & Piccard; Photos: Frank Stolle