Christkindlmarkt am Marienplatz

Der Zauber der Weihnachtszeit

Wenn es dunkel wird und der Schnee auf den Dächern der Marktstandln im hellen Glanz unzähliger Lichter leuchtet, dann ist der Münchner Christkindlmarkt auf dem Marienplatz am schönsten.

Die rund 2.500 Lichter des großen Weihnachtsbaumes, der Wahrzeichen des Marktes ist, glitzern vor der romantischen Kulisse des neugotischen Rathauses. Alljährlich lassen sich die Münchnerinnen und Münchner und ihre Gäste aus nah und fern in der guten Stube der bayerischen Landeshauptstadt vom Charme dieses stimmungsvollen Traditionsmarktes verzaubern. Dieser klassische Christkindlmarkt gilt als der älteste Münchens. Er ist das Original und der beliebteste in der Stadt, wie eine Studie der Hochschule München festgestellt hat.

Video: einfach Christkindlmarkt

Lebkuchen und Zwetschgenmanderl, Holzwaren aus Oberammergau, Südtirol und dem Erzgebirge und alles Weitere, was zur Advents- und Weihnachtszeit gehört, wird heute in über hundert Buden rund um den Marienplatz angeboten.

Zu einem genussvollen Bummel über den Christkindlmarkt gehört auch das Probieren kulinarischer Köstlichkeiten. Heißer Glühwein, Punsch und Feuerzangenbowle wärmen von innen, frisch gebrannte Mandeln und heiße Maroni von außen. Der verlockende Duft von Bratwürsten lädt zum Schlemmen ein. Süße Adventsspezialitäten wie Pfeffernüsse und Magenbrot gehören einfach zum Christkindlmarkt dazu.

„O du fröhliche...“

Mit der Eröffnung beginnt auch das musikalische Rahmenprogramm: Täglich um 17.30 Uhr und am 24.12. um 12.00 Uhr nach dem Glockenspiel erklingt Weihnachtsmusik, live interpretiert von Solisten, Chören oder Musikgruppen, vom Rathausbalkon und stimmt auf die „staade“ Zeit des Advents ein.

„Sparifankerl“

Der Krampuslauf über den Münchner Christkindlmarkt ist eine Attraktion für Einheimische wie für Touristen. Die jahrhundertealte alpenländische Tradition des Krampus-Laufens geht zurück auf die christlich-mythologischen Figuren des gütigen Bischofs Nikolaus und seines Begleiters Krampus.

Heute beleben wieder zahlreiche junge Menschen dieses 500 Jahre alte Brauchtum. Die imposanten Gestalten ziehen in archaischen Masken und schweren Fell-Kostümen über den Münchner Christkindlmarkt.

Führungen über den Christkindlmarkt

Unter dem Titel Leckereien, Fatschnkindl und Geschichten geben die offiziellen Gästeführerinnen und -führer in einer kulturhistorischen und einer kulinarischen Führung über den Christklindlmarkt Einblick in die Geschichte des Traditionsmarktes und erzählen die „Gschichteln“ rund um das Marktgeschehen. Als besonderer Höhepunkt der kulinarischen Schmankerlführungen werden typische Weihnachtsspezialitäten wie zum Beispiel Stollenbrot, Fingernudeln und Punsch verkostet.

Christkindl-Tram

Mit Glühwein, Kinderpunsch, Weihnachtsplätzchen und festlicher Musik an Bord wird die Fahrt in der weihnachtlich dekorierten Straßenbahn zum Erlebnis. Für junge Fahrgäste gibt es an den Adventssonntagen ein spezielles Kinderprogramm. Die Ein- und Ausstiegsstelle ist an der Trambahn-Haltestelle Sendlinger Tor.

Singen unter dem Christbaum

Auf dem Münchner Christkindlmarkt haben Sie die Gelegenheit, traditionelle bairische und deutsche Advents- und Weihnachtslieder zu lernen. Jeden Donnerstag um 17 Uhr laden Musiker auf dem Vorplatz der Michaelskirche zu dem halbstündigen Singen ein. Für Menschen mit Handicap gibt es barrierefreien Zugang, Texte in Großschrift und Blindenschrift, Gebärdensprache-Dolmetscher, sowie Induktionsschleifen für Hörgeschädigte. Assistenzhunde sind erlaubt.

Die Teilnahme an den Singstunden ist kostenlos, ebenso das bereitgestellte Notenmaterial. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Christkindlpostamt und Sonderstempel

Der Münchner Christkindlmarkt bietet einen besonderen Service für Ihre Weihnachtspost. Wer seine Briefe und Karten zum Fest mit einem weihnachtlichen Extra ausstatten möchte, findet im Durchgang zum Rathausinnenhof das Christkindlpostamt. Die abgegebene Weihnachtspost wird mit dem Poststempel „Christkindl“ versehen und rechtzeitig zum Fest den jeweiligen Empfängern in der ganzen Welt zugestellt.

Briefe an das Christkind können hier ebenfalls abgegeben werden. Und selbstverständlich bekommen die Kinder darauf auch eine Antwort. Jedes Jahr richtet die Gemeinde Christkindl bei Steyr in Oberösterreich dieses weihnachtliche Postamt ein.

Außerdem gibt es für alle Sammlerfreunde und Philatelisten einen Sonderstempel „Münchner Christkindlmarkt“. Ein mit dem Stempelbild gekennzeichneter gelber Sonderbriefkasten steht an der Rathauspforte (Eingang Fischbrunnen). Der Briefkasten wird täglich geleert. Alle Sendungen erhalten für die Dauer des Christkindlmarktes den Sonderstempel mit aktuellem Tagesdatum.

Kripperlmarkt

Eine besondere Stellung nimmt am Münchner Christkindlmarkt der große Bereich der Krippen und des Krippenzubehörs ein. Der sogenannte „Kripperlmarkt“ am Richard-Strauss-Brunnen in der Fußgängerzone gilt als der wohl größte in Deutschland.

Große orientalische Prunkkrippen oder alpenländische Minivarianten werden ebenso zum Verkauf angeboten wie garantiert bruchsichere Krippenfiguren aus täuschend holzähnlicher Plastikmasse. Von der Laterne für den Stall über die Spreu für Ochs und Esel bis zu den Gaben der Heiligen Drei Könige findet sich hier alles, was für eine echte Krippe benötigt wird.

Der Kripperlmarkt am Münchner Christkindlmarkt hat eine lange Tradition. Diese Spezialabteilung separierte sich bereits Mitte des 19. Jahrhunderts als eigenständiger Krippenmarkt, der vom ersten  Adventssonntag bis Dreikönig dauerte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Weihnachts- und Krippenmarkt wieder vereint.

Krippenbauer und solche, die es werden wollen, können sich von der historischen Stadtkrippe im Rathausprunkhof inspirieren lassen, die 1953 der Münchner Künstler Reinhold Zellner schuf.

Alle Informationen zum Christkindlmarkt und den Events finden Sie hier.

 

 

Text: München Tourismus; Fotos: Christian Kasper, Lukas Barth, MVG