Die Idee den Englischen Garten 1789 anzulegen, kam von einem Amerikaner. Dennoch heißt der Stadtpark Englischer Garten, da damals als Vorbild die englischen Landschaftsgärten galten.
Englischer Garten

Mehr als ein Stadtpark

Eine grüne Oase mitten in München: Der Englische Garten ist mit einer Fläche von rund 640 Fußballfeldern einer der größten innerstädtischen Parks der Welt.

Möchte man dem Treiben der Stadt entgehen, kann man vom Odeonsplatz bis weit in den Norden der Stadt durch Wälder, Wiesen und an den Gewässern des Gartens wandern, frische Luft schnappen und die Seele baumeln lassen. Münchner Lebensart pur findet man in den vier im Park gelegenen Biergärten – beim Aumeister, am Chinesischen Turm, in der Hirschau und am Seehaus.

Vor mehr als 225 Jahren ließ Kurfürst Karl Theodor den Park als Volksgarten für die Bevölkerung anlegen. Zunächst hieß er Theodors Park, doch schon bald setzte sich der Name Englischer Garten durch – weil er nicht als geometrisch ausgelegter Französischer Barockgarten, sondern im naturnahen Stil eines Englischen Landschaftsparks angelegt wurde.

Der eigentlich ungeliebte Kurfürst wollte mit dem Englischen Garten auch dem bürgerlichen Teil der Gesellschaft Gelegenheit zur Muße und Erholung geben. Anfangs aber waren die Münchner äußerst skeptisch und ignorierten ihren neuen Park. Zu fremd war dieses neue Konzept der Freizeitgestaltung: „Der Münchner geht in der Regel nicht spazieren, er geht nur nach irgendeinem Wirtshause … Daher ist der köstlich englische Garten … so einsam, so ausgestorben“, schrieb der Schriftsteller und Publizist August Lewald im Jahr 1835.

Heute lieben die Münchner den Englischen Garten: An schönen Tagen genießen sie auf den Wiesen die Sonne, spielen Fußball oder gehen spazieren. Im Winter kann man hier bei guter Schneelage und kalten Temperaturen sogar Langlaufen oder auf dem Kleinhesseloher See mit Schlittschuhen seine Runden drehen.

Mehr zum Thema: Unser Autor, ein begeisterter Hobby-Gärtner, findet heraus, warum der Rasen im Englischen Garten immer so perfekt ist: Das ideale Grün.

www.schloesser.bayern.de

 

 

Foto: Jörg Lutz

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