Eisdielen-Guide

Ice Ice Baby!

Weiße Schokolade, Waldfrucht, Zitrone-Basilikum oder Pistazie? In München gibt es so viele Eisdielen wie Geschmäcker verschieden sind. Wir haben uns durchprobiert und sowohl für Wagemutige, Veganer als auch diejenigen, die einfach nur eine klassische Kugel Erdbeere möchten, die richtigen Anlaufstellen gefunden.

Die Stilsichere: Gecobli

Im Herzen des Studentenviertels befindet sich die vielleicht stilsicherste Eisdiele der Stadt. Nicht nur hübsch anzusehen ist die schwarze Waffel, die mit Kokoskohle und Gewürzen verfeinert wird, lecker ist vor allem das Angebot an Milcheis und vielen Sorbets, die alle in liebevoller Handarbeit ganz natürlich und ohne Zusatzstoffe hergestellt werden. In dieser instagram-tauglichen Filiale steckt also mehr drin als ein gutes Foto für die Urlaubserinnerung. Mit dem Eis in der Hand können Sie dann wunderbar die vielbelebte Schellingstraße entlangstreifen und in die Schaufenster vieler kleiner Boutiquen schauen.

Gecobli, Schellingstraße 15

Auch lecker: Eis Wilhelm, Lenbachplatz 7

Die Klassische: Eiscafé Italia

Nur einen kurzen Spaziergang vom Kunstareal entfernt, liegt das unscheinbar wirkende Eiscafé Italia. Wer diese Eisdiele betritt, fühlt sich aufgrund des etwas angestaubten Mobiliars und der Italien-Motive an den Wänden ganz nostalgisch in das Land von Pasta, Gelato und Amore versetzt. Selbstgemachtes und unverschämt cremiges Eis wird hier angeboten, die italienischen Inhaber halten sich dabei an klassische Sorten wie Bacia, Amarena und Pistazie. Wer Hunger hat, kann davor noch eine leckere Pasta essen und dazu ein Glas Wein trinken – so fühlt sich Italien an, und das mitten in München.

Eiscafé Italia, Augustenstraße 85

Auch lecker: Sarcletti Eiscafé, Nymphenburger Straße 155; Bayerische Eismanufaktur, Oettingenstraße 42a

 

Die Natürliche: True & 12

Unweit vom Deutschen Museum entfernt liegt die winzige Eisdiele True & 12, die – wie der Name vermuten lässt – immer nur zwölf Sorten anbietet, allesamt so lecker und außergewöhnlich, dass die Wahl trotzdem schwer fällt. Die Eismanufaktur verwendet ausschließlich frische Biomilch, die regional und fair produziert wird, außerdem verzichtet sie bei der Zusammenstellung der Zutaten auf vorgefertigte Basismischungen. Hier werden Transparenz, Authentizität und die Liebe zu München groß geschrieben. So entstand auch die Sorte „Haidhausen“, benannt nach dem Stadtviertel, in dem True & 12 zu finden ist. Und wie schmeckt das Stückchen Heimat? Nach Lavendel mit einem Strudel aus Brombeeren.

True & 12 Handmade Icecream, Rosenheimer Straße 14

Auch lecker: Gelato Naturale, Adlzreiterstraße 1; BARTU Bio-Eismanufaktur, Wilhelmstraße 23

Die Prominente: Ballabeni

Wenn es eine Eisdiele gibt, die alle Münchner kennen, dann ist es das Ballabeni direkt gegenüber des Brandhorst Museums. Sie ist nicht nur bekannt für die leckeren Sorten wie dunkle Schokolade oder erfrischendes Zitrone-Basilikum, sondern vor allem für die kleine Probierportion: Hier wird nämlich immer gefragt, welche Sorte man zusätzlich zur Bestellung naschen möchte – perfekt für alle, die sich nicht entscheiden können. Und für noch etwas ist das Ballabeni bekannt: die lange Schlange vor der Tür. Wer sich nicht anstellen möchte, bekommt das gleiche Eis auch im Jessas im Glockenbachviertel, im Punto G. Gelato im Westend oder direkt in der Ballabeni-Werkstatt in der Seidlstraße 28.

Ballabeni Stammhaus, Theresienstraße 46

Auch lecker: del fiore, Gärtnerplatz 1 (mehrere Filialen)

Die Vegane: Ice Date

Bei vielen Eisdielen müssen Veganer auf die angebotenen Sorbets zurückgreifen, da nur diese ohne Milch auskommen. Ice Date macht alles anders und bietet neben seinen Sorbets wie frische Mango ausschließlich Geschmackssorten an, die auf Nussbasis anstatt Milch hergestellt werden. Wie wäre es mit Coffee, Nougat oder Waldfrucht? Gesüßt wird hier übrigens nicht mit Zucker, sondern mit Datteln, aber keine Sorge: Das Eis schmeckt nicht so gesund, wie es tatsächlich ist. Und nicht zu vergessen ist außerdem, dass alle Sorten glutenfrei sind.

Ice Date, Amalienstraße 91

Auch lecker: Eiscafé Eismeer, Pestalozzistraße 21

Die Originelle: Der verrückte Eismacher

Der Name verrät, dass es sich bei den Eigenkreationen des Zylinder tragenden Eismachers um außergewöhnliche Sorten handelt. Nicht selten stehen Neugierige hier Schlange, um das bekannte Weißwursteis zu probieren, es gibt aber auch viele andere Sorten, für die man nicht so wagemutig sein muss. Wie klingen Krapfen, GrünerApfel-Litschi und ChaiLatte-Ingwer? Offen und probierfreudig sollte man hier sein, schmecken tut es jedoch den meisten, schließlich wurden die immer wechselnden Sorten bereits mehrfach ausgezeichnet. Mittlerweile gibt es drei Filialen: zu der ältesten in der Maxvorstadt gesellten sich eine direkt am Viktualienmarkt und eine im Glockenbachviertel dazu.

Der verrückte Eismacher, Fraunhoferstraße 42

Auch lecker: Fizzy Bubele, Elisabethmarkt Stand 3

 

Die Geheime: Trampolin Eiscafé

Mitten in Schwabing und nur einen Katzensprung von der Hohenzollernstraße entfernt liegt die kleine, aber sehr feine Eisdiele der Familie Santini. Hier warten bunte Sitzgelegenheiten, verspielte Eissorten wie Safran-Creme mit getrockneten Aprikosen und handgefertigtes Eis am Stiel. Mischen Sie sich unter die Nachbarn, die ihre Stammeisdiele nicht weiterverraten, genießen Sie ein paar außergewöhnliche Sorten und freuen Sie sich, dass Sie uns haben, die Ihnen den Geheimtipp der Stadt zuflüstern.

Trampolin Eiscafé, Nordendstraße 62

Auch lecker: ARTEfredda, Tegernseer Landstraße 38

 

 

Text: Anika Landsteiner, Anja Schauberger; Fotos: Frank Stolle

Coronavirus

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