Fragebogen: Viola von der Burg

Der beste Ort für ein Date, Frau von der Burg?

Münchens Kultur ist geprägt von außergewöhnlichen Frauen. Im Rahmen des Kulturherbstes stellen wir einige von ihnen vor. Dieses Mal: Viola von der Burg. Die Schauspielerin stand schon auf zahlreichen Münchner Bühnen. Unter anderem in der Bayerischen Staatsoper und dem Gärtnerplatztheater.

Als Münchnerin geboren oder zur Münchnerin geworden?
Als Münchnerin geboren, allerdings etwas außerhalb in München-Furth. Heute lebe ich jedoch ganz zentral.

In welchem Viertel sind Sie zu Hause?
In der Fraunhoferstraße. Zuvor habe ich im Westend gewohnt, aber bin immer hergefahren, weil ich die Gegend so geliebt habe. Durch Zufall habe ich dann eine Wohnung hier gefunden.

Wie schmeckt München?
Nach selbst gemachten Dampfnudeln im Schellingsalon. Die findet man sonst höchstens noch in Österreich.

Wie klingt München?
Während der Wiesnzeit laufen in der Fraunhoferstraße die Braurösser vorbei und bringen das Bier zur Theresienwiese. Ich höre dann immer die Hufe auf der Straße.

Wie riecht München?
Nach Hopfen, Malz und Getreide, wenn Bier gebraut wird, und während der Wiesn nach gebrannten Mandeln, Steckerlfisch und Zuckerwatte.

München ist die einzige Stadt, in der man ...
... ein ganzes Leben verbringen will. Ich habe beruflich bedingt in vielen anderen Städten gelebt, möchte aber mit keiner anderen Stadt tauschen. Immer wenn ich am Bahnhof ankomme, empfinde ich eine unglaubliche Wärme und Herzlichkeit.

Welche Münchnerin sollte jeder kennen?
Maja Einstein. Sie war die Schwester von Albert Einstein, ist allerdings anders als ihr Bruder in München geboren. Nach ihrem Studium der Romanistik unterhielt sie mit ihrem Ehemann einen Gutsbetrieb in der Nähe von Florenz, bevor sie 1939 in die USA emigrierte.

Ihr liebstes bairisches Wort?
„Mausdodschmatza“, das kommt aber eher aus dem Niederbairischen oder aus der Oberpfalz. Wenn ein Mensch einen in Grund und Boden labert, dann ist das ein Mausdodschmatza. Die Situation kennt doch jeder!

Das schönste Gebäude der Stadt?
Das Müller’sche Volksbad ist vor allem innen sehenswert und hat einen sehr individuellen Charme. Rein kommt man allerdings nur in Badekleidung!

Der eingängigste München-Song?
Die Titelmelodie der Serie Monaco Franze. Die Serie wurde in den 1980er-Jahren unter Leitung von Helmut Dietl produziert und war enorm populär.

Isar oder Eisbach?
Die Isar, weil ich da ganz in der Nähe wohne.

Biergarten oder Bar?
Ich bin kein Bar-Mensch bin, deshalb lieber Biergarten. Ich sitze auch gerne mal länger im Wirtshaus. Als ich in Frankfurt wohnte, habe ich dort ein Wirtshaus mit einem kleinen Biergarten gefunden und mich dort oft aufgehalten.

Philharmonie oder Blasmusik?
Beides. Blasmusik ist Tradition und sehr wichtig, in die Philharmonie gehe ich, wenn ich ein gutes Konzert hören will.

Auf die Berge oder an die Seen am Wochenende?
Am besten an einen Bergsee! Allerdings gehe ich da meistens fremd und fahre mit der Bahn bis nach Kufstein in Tirol.

Der beste Ort in München, um den Besuch zu beeindrucken?
Zum Essen ins Bratwurstglöckl am Dom.

Der beste Ort in München, für ein Feierabendbier?
Ich sitze im Sommer gerne draußen. Das kann man besonders gut beim Zum Kloster in Haidhausen oder vor dem Tabula Rasa im Glockenbachviertel.

Der beste Ort in München für ein romantisches Date?
Ins Café Mariandl am Beethovenplatz. Dort gibt es einen kleinen, süßen Garten.

Der beste Ort in München zum Nachdenken?
Der Alte Südliche Friedhof. Dort findet man Ruhe zwischen den Gräbern berühmter Münchner Persönlichkeiten.

Der beste Ort in München, um Kunst zu erleben?
Die Villa Stuck ist ein Gesamtkunstwerk des 19. Jahrhunderts mit einer eigenwilligen Rauminszenierung. Franz von Stuck hat hier gewohnt und sogar die Möbel selbst entworfen. Hier wird Kunst, Musik und Theater vereint und man steht mitten im 19. Jahrhundert – das finde ich wunderbar.

Der beste Ort in München bei Italien-Fernweh?
Da gibt es drei Möglichkeiten. Ein Original-Italien-Flair bietet die Bar Centrale im Zentrum. Das Restaurant Pasta e Basta in der Fraunhoferstraße hat die Atmosphäre einer italienischen Mensa, und für Gläubige gibt es jeden Sonntag um 18 Uhr einen italienischen Gottesdienst in der wunderschönen Bürgersaalkirche. Die Kirche ist immer voll mit Italienern.

 

Alle aktuellen Termine rund um den Kulturherbst gibt es im Stadtportal muenchen.de

Ohne Frauen geht nix

Eine Führung nicht nur für Frauen: Ein Guide von München Tourismus erzählt Wissenswertes, Kurioses und Unterhaltsames von Frauen, die München geprägt haben. Alle Infos finden Sie hier.

Fotos: Frank Stolle