Alte Pinakothek

Richtig große Kunst

Eine Gemäldegalerie von Weltrang: Die Alte Pinakothek in München zeigt herausragende Werke der europäischen Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert.

Viele der rund 700 ausgestellten Gemälde zählen zu den Highlights der Kunstgeschichte, darunter das epochale Selbstporträt von Albrecht Dürer im Pelzrock aus dem Jahr 1500. Mit dem Bild „Madonna mit der Nelke“, das um 1473 entstanden ist, ist die Alte Pinakothek außerdem das einzige deutsche Museum, das ein Werk Leonardo da Vincis sein Eigen nennt.

Zu sehen sind außerdem Arbeiten von Raffael, Tizian, El Greco, Rubens, Rembrandt und Boucher. Auch Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“, eines der ersten Gemälde der Wittelsbacher Sammlung aus dem Urbestand der Pinakotheken, ist hier ausgestellt.

Die Alte Pinakothek besitzt ferner die größte Sammlung von Max-Beckman-Gemälden außerhalb der USA.

Zu verdanken hat München den Museumsbau dem kunstsinnigen König Ludwig I. – der Monarch wollte die königlichen Kunstschätze auch für die Öffentlichkeit zugänglich machen und beauftragte Anfang der 1820er-Jahre seinen Hausarchitekten Leo von Klenze mit dem Bau des Museumsgebäudes. Die Pinakothek wurde 1836 eröffnet und war zu diesem Zeitpunkt der größte Museumsbau der Welt.

Die Pinakothek wurde im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört. Beim Wiederaufbau ersetzte der Architekt Hans Döllgast fehlende Fassadenteile durch unverputztes Ziegelmauerwerk. Auf diese Weise sind die „Verwundungen“, die der Krieg dem Gebäude zugefügt hat, bis heute erkennbar.

www.pinakotheken.de

 

 

Foto: Christian Kasper