Fragebogen: Ayzit Bostan

Wie schmeckt München, Frau Bostan?

Münchens Kultur ist geprägt von außergewöhnlichen Frauen. Im Rahmen des Kulturherbstes stellen wir einige von ihnen vor. Dieses Mal: Modedesignerin und Kostümbildnerin Ayzit Bostan. Die in Ankara geborene Modedesignerin besuchte die Meisterschule für Mode in München und machte sich 1995 mit ihrem eigenen Label selbstständig.

Bostan wurde 1997 mit dem Förderpreis für Design der Landeshauptstadt München ausgezeichnet, ihr Atelier befindet sich im Bahnhofsviertel. International bekannt sind ihre Taschenkreationen für Philipp Bree, PB0110. Sie ist als bildende Künstlerin tätig und lehrt als Professorin an der Kunsthochschule Kassel.

 

Als Münchnerin geboren oder zur Münchnerin geworden?
Zur Münchnerin geworden, ich bin in der Türkei geboren und 1988 nach München gezogen.

In welchem Viertel sind Sie zu Hause?
Ich wohne im Dreimühlenviertel. Dort wohnt man sehr zentral, ist auch noch nah an der Isar und kann gleichzeitig schnell aus der Stadt rausfahren.

Wie schmeckt München?
Nach den Bratkartoffeln von Charles Schumann in seiner Bar am Hofgarten.

Wie klingt München?
Nach dem DJ-Produzentenduo Public Possession, das aus Valentino Betz und Marvin Schuhmann besteht. Die beiden kommen aus München, produzieren Musik und legen international auf.

München ist die einzige Stadt, in der man …
… in Deutschland am liebsten leben möchte. Die Stadt hat eine hohe Lebensqualität – sie bietet viel Kultur, ist wunderschön, und man kann gut essen gehen.

Welche Münchnerin sollte jeder kennen?
Liesl Karlstadt, sie war eine der bekanntesten Schauspielerinnen und Kabarettistinnen der Stadt. Zusammen mit Karl Valentin bildete sie eines der erfolgreichsten Komikerduos.

Ihr liebstes bairisches Wort?
„Spatzl“, weil es von Helmut Fischer stammt und er einer der coolsten Münchner war, die es je gab.

Das schönste Gebäude der Stadt?
Der schönste Ort in München ist der Hofgarten. Dort befinden sich mein Lieblingslokal und der Kunstverein München, mein Lieblingsausstellungsort in München.

Isar oder Eisbach?
Die Isar, allerdings etwas außerhalb. In der Stadt finde ich es zu voll, außerhalb ist es entspannter.

Biergarten oder Bar?
Die Bar, weil ich lieber Wein und Longdrinks trinke als Bier. Außerdem ist das Ausgehen in eine Bar eleganter.

Philharmonie oder Blasmusik?
Tagsüber Blasmusik, abends gerne in die Philharmonie.

Auf die Berge oder an die Seen am Wochenende?
Am liebsten an den Walchensee, weil man dort beides hat. Ich bin sehr gerne am See, aber mache sehr gerne auch eine Wanderung.

Der beste Ort in München, um den Besuch zu beeindrucken?
Oben auf dem Olympiaturm – der Blick beeindruckt mich aber auch ohne Besuch.

Der beste Ort in München für ein Feierabendbier?
Schumann’s Tagesbar, weil man dort so gut Menschen beobachten kann.

Der beste Ort in München für ein romantisches Date?
Die Wiesen vor der Glyptothek und der Alten Pinakothek finde ich sehr schön. Dort kann man sich auf eine Decke setzen und ein kleines Picknick machen.

Der beste Ort in München zum Nachdenken?
Am besten nachdenken kann ich, wenn ich alleine bin, und das ist meistens in meiner Wohnung. Hier verspüre ich am meisten Ruhe.

Der beste Ort in München für Musikliebhaber?
Ich gehe gerne ins Milla auf Konzerte.

Der beste Ort in München, um Kultur zu erleben?
Das Lenbachhaus hat eine tolle Sammlung und sehr gute wechselnde Ausstellungen.

Der beste Ort in München bei Italien-Fernweh?
Das Grano ist eine der besten Pizzerien in München und liegt sehr zentral gleich neben dem Stadtmuseum.

 

Alle aktuellen Termine rund um den Kulturherbst gibt es im Stadtportal muenchen.de

Ohne Frauen geht nix

Eine Führung nicht nur für Frauen: Ein Guide von München Tourismus erzählt Wissenswertes, Kurioses und Unterhaltsames von Frauen, die München geprägt haben. Alle Infos finden Sie hier.

Fotos: Frank Stolle