Fragebogen: Rahmée Wetterich

Wohin bei Italien-Sehnsucht, Frau Wetterich?

Münchens Kultur ist geprägt von außergewöhnlichen Frauen. Im Rahmen des Kulturherbstes stellen wir einige von ihnen vor. Dieses Mal: die Modedesignerin Rahmée Wetterich. Gemeinsam mit ihrer Schwester betreibt sie das Label Noh Nee und schneidert Kleider, die bayerische und afrikanische Einflüsse vereinen.

Als Münchnerin geboren oder zur Münchnerin geworden?
Ich bin in Kamerun geboren und aufgewachsen und dann zur Münchnerin geworden. Ich fühle mich hier aber sehr heimisch und bin stark mit der Kultur verbunden.

In welchem Viertel sind Sie zu Hause?
Nicht nur in einem: Ich wohne in Laim, in einer denkmalgeschützten Siedlung. Unser Showroom liegt im Glockenbachviertel und das Atelier in der Maxvorstadt.

Wie schmeckt München?
Weißbier steht für München oder ein frisch gezapftes Augustiner im Hirschgarten.

Wie klingt München?
„Passt“. Das ist das Wort, das ich immer und überall von allen Münchnern höre.

Wie riecht München?
Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, rieche ich oft frisch gemähtes Gras oder blühende Blumen. Rund um die Augustinerbrauerei riecht man das Bier.

München ist die einzige Stadt, in der man ...
... mitten in der Stadt einfach so in den Fluss springen kann. Die Isar ist wirklich einmalig.

Welche Münchnerin sollte jeder kennen?
Die Schauspielerin Liesl Karlstadt in Verbindung mit Karl Valentin. Über die beiden gibt es übrigens auch ein sehr schönes Museum.

Ihr liebstes bairisches Wort?
„I mog di“. Mein jetziger Mann hat es ein Jahr lang zu mir gesagt. Ich habe das immer mit „Ich mag dich“ übersetzt und fand das gar nicht lustig, bis ich gelernt habe, dass es auch „Ich liebe dich“ heißen kann.

Das schönste Gebäude der Stadt?
Die BMW Welt ist sehr beeindruckend, aber auch das Rathaus mag ich gerne.

Isar oder Eisbach?
Die Isar, weil man dort auch Stellen findet, an denen man allein sein kann.

Biergarten oder Bar?
Im Sommer lieber Biergarten, weil das zum Münchner Lebensgefühl dazugehört. Abends nach dem Essen gehe ich mit Freunden aber auch gerne in eine Bar.

Philharmonie oder Blasmusik?
Wenn ich in der richtigen Stimmung bin, höre ich gerne traditionelle Blasmusik, aber auch die Philharmonie gefällt mir.

Auf die Berge oder an die Seen am Wochenende?
Das Tolle an München ist ja, dass wir beides haben: Wir sind verwöhnt.

Der beste Ort in München, um den Besuch zu beeindrucken?
Der Viktualienmarkt in den frühen Morgenstunden. Er ist mitten in der Stadt, man kann im Biergarten sitzen und kommt dann überall zu Fuß hin.

Der beste Ort in München für ein romantisches Date?
Der Hofgarten ist wunderschön. Mein Geheimtipp ist aber die Roseninsel im Starnberger See.

Der beste Ort in München zum Nachdenken?
Der Nymphenburger Schlosspark. Dort sitze ich gerne am Wasser, wenn abends nur noch wenige Menschen unterwegs sind.

Der beste Ort in München, um Kultur zu erleben?
Das Museum Brandhorst und die Galerie Thomas.

Der beste Ort in München bei Italien-Fernweh?
Die Bar Centrale in der Innenstadt oder die Eisdiele Ballabeni in der Türkenstraße. Dort muss man aber immer in der Schlange warten.

 

Alle aktuellen Termine rund um den Kulturherbst gibt es im Stadtportal muenchen.de

Ohne Frauen geht nix

Eine Führung nicht nur für Frauen: Ein Guide von München Tourismus erzählt Wissenswertes, Kurioses und Unterhaltsames von Frauen, die München geprägt haben. Alle Infos finden Sie hier.

Fotos: Frank Stolle