Tipps von Influencern: Travelita

Was hat dir am besten gefallen, Anita Brechbühl?

Viele Influencer besuchen München und fangen die Stadt durch Videos, Artikel und Fotos ein. Um einen Einblick in ihre kreative Arbeit zu bekommen und herauszufinden, was sie an München begeistert hat, haben wir einen Fragebogen in petto. Diesmal: Anita Brechbühl aus Zürich, die Blogautorin von Travelita.

Wie hast du dir München vor deinem Besuch vorgestellt?

Ich nahm München bei meinem ersten „richtigen" Besuch im letzten Jahr als vielseitige und angenehm grüne Stadt wahr und war gespannt, ob sich dieser erste Eindruck auf der Stadtwanderung bestätigen wird.

Und wie war es dann wirklich?

Die Stadtwanderung entlang der Ost-West-Passage hat meine Impressionen vom ersten Besuch tatsächlich bestärkt und mir gleichzeitig auch zahlreiche neue Blickwinkel auf München gezeigt. Von weitläufigen Parkanlagen über Prunkbauten bis hin zu Alternativ- und Kreativvierteln ist die Stadt unglaublich facettenreich.

Was hat dir am besten gefallen?

Die Maximiliansanlagen, die sich vom Friedensengel bis zum Bogenhausener Friedhof am östlichen Isar-Ufer entlang erstrecken. In den frühen Morgenstunden ist hier trotz der Zentrumsnähe nur wenig los und gleichzeitig genießt man durch die leicht erhöhte Lage einen schönen Blick auf die umliegenden Stadtquartiere.

Der interessanteste Ort?

Auch beim zweiten Besuch hat mich das Kunstareal in den Bann gezogen. Ich mag die Gegend rund um das Museum Brandhorst und die Pinakotheken. Hier gibt es einfach unglaublich viel zu entdecken.

Die schönste Begegnung?

Das Gespräch mit Hutmacherin und Modisten-Meisterin Nicki Marquardt in ihrem „Hut Couture"-Geschäft in der Maxvorstadt. Die Stadtwanderung führt unweit von ihrem Laden vorbei und es lohnt sich, einen Blick hinein zu werfen und sich von Nicki Marquardts Leidenschaft für modische und funktionale Kopfbedeckungen anstecken zu lassen.

Das leckerste Essen? Der beste Drink?

Mit leckeren Gerichten und erfrischenden Drinks hat bei mir der Gartensalson in der Amalienpassage gepunktet.

Was hast du gelernt?

Dass auch Münchens Nordwesten mit einem spannenden Entwicklungsgebiet auftrumpft. Im Gegensatz zum Werksviertel im Südosten ist das Kreativquartier noch etwas „roher" und dementsprechend ist es umso spannender mitzuverfolgen, wie die hier angedachte Entwicklung mit Fokus auf Kunst, Kultur und Wissen in den nächsten Jahren vorangetrieben wird.

Was nimmst du mit nach Hause?

Viele neue Eindrücke und die Bestätigung, dass es sich lohnt, bei einer Städtereise den Fokus zu verändern und sich statt den sonst üblichen „Top-Sehenswürdigkeiten" einmal den kleinen Entdeckungen am Wegrand zu widmen. Es ist definitiv viel entspannter.

Der beste Moment?

Nach der Wanderung sind wir in den Englischen Garten zurückgekehrt, um dort die Sonnenuntergangsstimmung – ganz München-like – vom Monopteros aus zu genießen. Ein toller Abschluss des Stadtwandertages.

Du kannst einem Freund drei Tipps für einen München-Trip geben – wo schickst du ihn hin?

In die Maxvorstadt – ich mag die vielen kleinen und nachhaltigen Shops, die es dort gibt. Dann in die Auffahrtsallee – die imposante Sichtachse auf das Schloss Nymphenburg muss man mal gesehen haben. Und dann natürlich auch noch in den Englischen Garten.

Was möchtest du bei deinem nächsten Besuch unbedingt machen?

Die Nord-Süd-Passage – logisch, oder?

Welches München-Foto hat von deinen Followern das beste Feedback bekommen?

Das Frühstücksbild vom Jams – sieht aber auch einfach mega lecker aus! Und schmeckt selbstverständlich auch sehr fein.

Und welches Foto mochtest du selbst am liebsten? Warum?

Das Bild der Alten Pinakothek – ich mag hier die Kombination aus der Gänseblümchen-Wiese und dem Unschärfe-Effekt, der den Fokus besonders prägnant auf die symmetrische Architektur der Pinakothek legt.

Dein persönlicher Tipp für das perfekte Urlaubsfoto?

Ich versuche nach Möglichkeit, keine Standardmotive abzulichten, sondern neue Blickwinkel zu finden.

Deine drei goldenen Reise-Tipps?

Offenheit, Neugier und Freude am Entdecken – damit ist man auch auf der Stadtwanderung bestens bedient.

Zum Abschluss: Was glaubst du, was die Münchner unter dem bairischen Ausdruck Schmoizla* verstehen? Hast du irgendeine Idee?

Ganz ehrlich – keine Ahnung! Spontan würde ich darauf tippen, dass dies irgendwie mit "Schmalz" – schmelzen/schmieren – zusammenhängt. Aber damit liege ich bestimmt total falsch.

 

*in der bairischen Mundart steht Schmoizla für gemahlenen oder pulverisierten Tabak, der durch die Nase inhaliert wird.

3 Fragen zu Anita Brechbühls Arbeit 

Wer bist du und was machst du?

Seit 2012 berichte ich auf travelita.ch über Wochenendausflüge, Städtetrips und Fernreisen. Mit meinen Reisegeschichten möchte ich selbst Stubenhocker dazu animieren, das Sofa gegen Trekkingschuhe auszutauschen und mit Neugier die Welt zu erkunden. Auf meinen Reisen immer mit dabei ist die Kamera, um die schönsten Momente für meine Blogleser*innen festzuhalten.

Woraus schöpfst du Inspiration für deine Arbeit?

Aus Magazinen, Online Publikationen, Büchern ... und und und – an Inspirationsquellen mangelt es nicht. Ich finde es manchmal eher schwierig, mich von der Fülle an Ideen nicht überwältigen zu lassen und die besonders spannenden Inputs zu bündeln und in eigene Projekte zu überführen.

Was ist die größte Herausforderung in deinem Job?

Themenfelder zu finden, wo man seiner Leserschaft wirklich noch neue Eindrücke weitergeben kann und nicht nur einfach Tipps gibt, die schon tausendfach im Internet niedergeschrieben wurden.

Danke, Anita!

 

Anita Brechbühl war bereits im Jahr zuvor in München. Sie hat sich unter anderem die Stadt von oben angeschaut und war im Glockenbachviertel unterwegs. Erfahren Sie hier mehr über ihre letzte Reise: Was verstehen die Münchner unter einem Gspusi, Anita Brechbühl?

 

 

Fotos: Anita Brechbühl

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