Das Stadtbild von Regensburg mit dem Dom vor der Donau

Regensburg

Zwischen Weltkulturerbe und Walhalla

Die mittelalterliche Altstadt von Regensburg zählt zu den größten Deutschlands und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Nicht verpassen sollte man hier die Steinerne Brücke, den Regensburger Dom, die historische Wurstkuchl und weiter draußen die Gedenkstätte Walhalla.

Bayern hat viele schöne Städte, aber Regensburg ist ein besonderes Juwel, denn der Stadtkern ist trotz einiger Luftangriffe und Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg so gut wie erhalten geblieben. Deshalb findet man heute in Regensburg die größte mittelalterliche Altstadt, die sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Über 1500 denkmalgeschützte Gebäude befinden sich in der viertgrößten Stadt Bayerns, zu den wichtigsten Bauten aus dem Mittelalter zählen die Steinerne Brücke, die als älteste Steinbrücke Deutschlands gilt, sowie der Regensburger Dom – heute sind beiden Wahrzeichen der Stadt.

 

Sehenswürdigkeiten in Regensburg: Steinerne Brücke und der Dom

Am Regensburger Dom wurde ab dem Jahr 1275 gebaut, die beiden Domtürme folgten allerdings erst 600 Jahre später. Heute gehört der Dom in Regensburg neben dem Kölner Dom zu den bedeutendsten gotischen Kathedralen in Deutschland, sogar als einzige in ganz Bayern. Der Dom ist Ruhestätte bedeutender Fürsten und Bischöfe, außerdem ranken sich viele Mythen und Erzählungen um das historische Gebäude. Am besten, man macht sich selbst ein Bild: Der Dom ist täglich geöffnet, der Eintritt kostenlos. Besonders beliebt sind auch die Auftritte des Domchors, der berühmten Regensburger Domspatzen.

Nur ein paar hundert Meter entfernt befindet sich die Steinerne Brücke, die zwischen 1135 bis 1146 entstand und die historische Altstadt Regensburgs mit dem gegenüberliegenden Donauufer verbindet. Die dort liegende „Stadtamhof“ war bis in die 1920er-Jahre noch eine eigenständige Kleinstadt und wurde in den 1970ern durch den Bau des Europakanals zu einer Insel in der Stadt. Die Brücke galt nach ihrer Fertigstellung als mittelalterliches Meisterwerk, wurde in Regensburg sogar als „achtes Weltwunder“ bezeichnet. Damals war sie die einzige Donaubrücke zwischen Ulm und Wien, dadurch kam natürlich auch der Fernhandel in Schwung und Regensburg profitierte von Zolleinnahmen.

 

Donaufahrt, Schloss und Wurtskuchl – das kann man hier erleben

Mitten in der Regensburger Altstadt befindet sich auch die drittwichtigste Sehenswürdigkeit: die Wurstkuchl. Schon seit über 500 Jahren werden in dem historischen Imbiss direkt am Wasser hausgemachte Würstl vom offenen Holzkohlengrill angeboten. Dazu gibt es Sauerkraut aus dem eigenen Gärkeller und Senf nach historischem Originalrezept. Ebenfalls in der Regensburger Altstadt befindet sich das älteste Caféhaus Deutschlands: Im Café Prinzess trinkt man seit 1686 feinen Kaffee, früher noch belieferte es die Grafen von Thurn und Taxis. Das gleichnamige Schloss Thurn und Taxis, auch bekannt als Schloss St. Emmeram, steht unweit des Bahnhofs, am südlichen Ende der Altstadt und ist das größte bewohnte Schloss Europas.

Regensburg liegt am nördlichsten Punkt der Donau und wird auch die „Stadt der vier Flüsse" genannt, denn um die Stadt herum fließen außerdem der Regen, die Naab und der Schwarze Laber. Hinzu kommen die beiden Donauinseln Obere und Unterer Wöhrd – da bietet sich natürlich eine Stadtrundfahrt mit dem Schiff an: Die MS Bruckmadl startet beispielsweise mehrmals täglich und zeigt ihren Gästen die mittelalterliche Stadt vom Wasser aus. Auch das Umland kann man wunderbar bei einer Schifffahrt erkunden – wie den Donaudurchbruch bei Kehlheim oder die Walhalla, ebenfalls ein sehr beliebtes Ausflugsziel um Regensburg herum. 

 

Gedenkstätte Walhalla: Marmorbüsten und Gedenktafeln

Unweit vom Regensburger Stadtkern entfernt befindet sich die Gedenkstätte Walhalla. Wer ein Auto hat, braucht circa zwanzig Minuten bis dorthin, man kann aber auch öffentlich mit dem Bus vom Regensburger Bahnhof aus starten. Der Architekt Leo von Klenze, der auch in München für einige bedeutsame Bauwerke verantwortlich ist, wie die Ruhmeshalle an der Bavaria und den Königsplatz, plante die beeindruckende Gedenkstätte. Die Grundsteinlegung fand im Jahr 1830 statt, zwölf Jahre später wurde die Walhalla schließlich eröffnet. Heute sind hier über 130 Büsten und 65 Gedenktafeln von Persönlichkeiten ausgestellt, darunter die Widerstandskämpferin Sophie Scholl, der Schriftsteller Heinrich Heine und der bekannte Maler Albrecht Dürer. Und alle paar Jahre kommen neue Persönlichkeiten dazu.

Ursprünglich sollte die Walhalla nach dem Auftrag von König Ludwig I. im Englischen Garten in München gebaut werden, doch dann entschied man sich für den jetzigen Standort bei Regensburg hoch über dem Donautal. Die Gedenkstätte befindet sich auf einer Anhöhe, bei schönem Wetter sieht man von hier aus über das ganze Tal teilweise bis zu den Alpen. Die komplette Anlage mit Tempel und seinem Unterbau mit Treppen ist 125 Meter lang und 55 Meter hoch. Wie man unschwer erkennen kann, ließ sich der Architekt beim Bau stark vom berühmten Panthenon auf der Athener Akropolis inspirieren. Und genau deshalb wirkt der Tempel mitten in Bayern auch besonders exotisch.

 

 

Text: Anja Schauberger; Fotos: Regensburg Tourismus, Stefan Gruber

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