Jahreszeiten-Kalender

Juli: Hollywood im Olympiapark

Kultur-Highlights von Weltrang, internationale Spitzenküche, exklusive Shopping-Welten und ein spektakuläres Umland: München hat viel zu bieten, zu jeder Jahreszeit. Hier finden Sie ein paar zusätzliche und individuelle Ideen für jeden Monat des Jahres.

Hollywood im Olympiapark

Das schönste Sommerwetter draußen und gleichzeitig einen Film genießen – das scheint sich zu widersprechen. Außer, die Vorführung findet im Freien statt. In München gibt es mehrere Open-Air-Kinos: darunter das „Frischluftkino des Eine-Welt-Hauses“ oder das „Kino, Mond und Sterne“ im Westpark. Das bekannteste und beliebteste Freiluftkino der Stadt aber gastiert im Olympiapark. Das „Kino am Olympiasee“ ist auch das einzige mit 3D-Filmen im Programm. Statt Kinosesseln warten Liegestühle; Pärchen machen es sich in Love Seats bequem, einer extrem breiten Strandliegen-Variante. Von hier aus hat man gemütlich die 4K-Leinwand und den See im Blick. Wer sich umdreht, kann zusätzlich die beeindruckende Architektur von Olympiahalle, Stadion und Schwimmhalle in Augenschein nehmen. Das Programm wechselt täglich, Karten und Infos gibt es im Netz. Reservierte Karten müssen bis 20 Uhr an der Abendkasse abgeholt werden, was sowieso zu empfehlen ist: Wer vor 20 Uhr da ist, bekommt an der Kino-Bar zwei Getränke zum Preis von einem. Für den Fall der Regenfälle steht sogar ein Schirm-Verleih parat. Film ab!

 

Und runter! Sommerrodeln am Blomberg

In Südbayern gibt es mehrere Sommerrodelbahnen, eine der bekanntesten ist die am Blomberg, dem Hausberg von Bad Tölz. Der Aufstieg zum Gipfel dauert rund eine Stunde und führt über gut ausgebaute Wege. Oben lockt das Blomberghaus mit Brotzeiten und einem Panoramablick über die nördlichen Kalkalpen. Alternativ kann ein Teil des Aufstiegs mit dem Sessellift überbrückt werden – die letzten Meter bis zum Gipfel muss man trotzdem zu Fuß zurücklegen. Hinunter ins Tal geht es am schnellsten über die Rodelbahn, die ein kleines Stück unterhalb der Mittelstation beginnt. Über 1300 Meter, 41 Schikanen und 17 Steilkurven schlängelt sie sich den Berg hinab. Falls nötig, wird mit einem Hebel in der Mitte des Rodels gebremst. Erreichbar ist der Blomberg entweder mit dem Auto (Am Blomberg 2, 83646 Wackersberg) oder den Buslinien 9612 und 9591 von Bad Tölz aus.

Schlecken wie in Italien

München wird gerne zur nördlichsten Stadt Italiens verklärt. Zu diesem Flair tragen auch die vielen italienischen Eisdielen mit ihrem selbstgemachten Gelato bei. Welche davon die beste ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Definitiv unter den Top Drei dürfte das Ballabeni in der Theresienstraße 46 rangieren. An heißen Sommertagen stehen die Menschen um den Block herum Schlange. Am Gärtnerplatz macht das Del Fiore Furore, es gibt sogar Menschen, die behaupten, das Eis dort sei besser als in Italien. Wer sich nicht entscheiden kann, dem reicht Chef Stefano vielleicht einen Löffel zum Probieren. Kult ist der Sarcletti am Rotkreuzplatz – und alt: Schon vor 130 Jahren verkaufte Peter Paul Sarcletti hier seine erste Eiscreme. Mehr als 60 Sorten stehen heute zur Auswahl. Kein Italiener, aber eine Klasse für sich ist der Verrückte Eismacher. Matthias Münz tritt prinzipiell nur mit Zylinder auf und kreiert schon mal geschmacklich interessante Varianten wie Gyros- oder Weißbier-Eis. Sein Lokal hinter der Uni erinnert an „Alice im Wunderland“, die Zweigstelle im Glockenbachviertel (Holzstraße 24) an „Schneewittchen und die sieben Zwerge“.

Mehr zum Thema: In München gibt es so einige tolle Plätze für ein spontanes Picknick unter freiem Himmel. Ein paar Vorschläge zwischen Isar und Königsplatz: Die besten Picknickplätze der Stadt.

 

 

Text: Nansen & Piccard; Foto: Christian Kasper