Mitten im Wald, eine Autostunde nördlich von München entfernt, liegt das Dinosaurier Museum Altmühltal. Hier kann man auf einem Rundweg wandern und 400 Millionen Jahre Erdgeschichte entdecken. Begegnungen mit über 70 lebensgroßen Tieren werfen zurück in die Urzeit, außerdem sind Originalfossilien von Weltrang ausgestellt. Ein Ausflugstipp für die ganze Familie, der bei jedem Wetter funktioniert.
- Wald-Erlebnispfad
- Museumshalle
- Mitmachhalle
- Pause im Grünen
- Anreise von München aus
Der anderthalb Kilometer lange Rundweg führt durch die Erdzeitalter, vom Erdaltertum über Trias, Jura und Kreide bis in die Erdneuzeit. Mehr als 70 lebensgroße Dino-Nachbildungen sind zwischen den Bäumen ausgestellt, darunter der gewaltige Brachiosaurus, der riesige Diplodocus und der gefährliche Tyrannosaurus Rex. Das Beste daran: Besuchende dürfen die Tiere sogar anfassen. Zusätzlich werden auf Begleitafeln wissenschaftliche Hintergründe erklärt: Wer lebte wann? Wie groß, wie schnell und wie stark waren die Giganten? Und was geschah wirklich, als die Dinosaurier ausstarben?
Gut zu wissen: Der gesamte Weg ist bis auf den Zugang zu einem Exponat barrierefrei.
Hier gibt es Original-Skelette und Fossilien zu bestaunen – näher kommt man den Urzeitriesen also wirklich nicht ran. Unter anderem zählt dazu ein Original-Fossil des Urvogels Archaeopteryx, das den Blick in die jurazeitliche Vogelwelt des Altmühltals öffnet. Auch „Dracula“ – nicht zu verwechseln mit dem berühmten Vampir – ist hier zu Hause: Der größte jemals gefundene Flugsaurier, in Lebensgröße nachgebildet. Die Ausstellung „Schatzkammer im Herzen Bayerns“ zeigt einzigartige Fossilfunde aus dem nahen Painten, während sich die Ausstellung „Ammonite Masterpieces“ über 100 Original-Fossilien der Schönheit und Vielfalt der Ammoniten widmet. Zu den aktuellen Highlights gehört außerdem der Langhalssaurier „Arapahoe“, ein 25 Meter langes Original-Skelett aus dem Naturhistorischen Museum der Universität Zürich, das in der Museumshalle aufgebaut wird.
In der Mitmachhalle kommen Nachwuchspaläontolog*innen auf ihre Kosten, denn hier wird Wissenschaft erlebbar gemacht. Wer möchte, kann nun Fossilien selbst präparieren, nach uralten Haifischzähnen suchen und Mineralien aus Steinen herausschlagen. An weiteren Stationen lässt sich messen, wie man sich im Wettrennen gegen einen Dinosaurier schlagen würde.
Gut zu wissen: Die Mitmachaktionen sind nicht im Eintrittspreis inbegriffen.
Wer Hunger bekommt oder einfach eine Verschnaufpause benötigt, kann in das Restaurant am See einkehren, dessen schöner Waldbiergarten sich auf einer ruhigen Lichtung befindet. Das gastronomische Angebot ist regional und fast ausschließlich in Bio-Qualität, mit einigen vegetarischen und veganen Gerichten. Zwei große Spielplätze liegen jeweils in Sichtweite, sodass auch Erwachsene entspannen können. Danach noch einen kleinen Abstecher im Museumsshop einlegen, wo passende Mitbringsel für Dino-Fans zuhause warten, und fertig ist ein rundum gelungener Besuch.
Auto: ca. 1 Stunde über die A9 Richtung Nürnberg, Ausfahrt Denkendorf. Kostenlose Parkplätze für Pkw, Motorräder und Busse sind vorhanden, ebenso 20 Ladepunkte für Elektroautos.
Bahn & Bus: knapp 1,5 Stunden mit dem Regionalzug nach Kinding (Altmühltal), von dort aus weiter mit dem Bus bis zur Haltestelle „Dinopark, Denkendorf (Oberbayern)“. Fahrplan unter bahn.de.
Öffnungszeiten: von November bis März täglich von 10 bis 16 Uhr, es gibt allerdings zusätzliche Ruhetage zu beachten. Von April bis Oktober täglich 9 bis 18 Uhr, auch an Feiertagen und in den Ferien. Tageskarten gibt es an der Eingangskasse.