Die Hallertau ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Gelegen zwischen Ingolstadt, Freising und Kelheim und so mitten in Bayern, ist die jahrhundertealte Kulturlandschaft wunderbar für einen Tagesausflug auch von München aus zu erreichen.
- Kulturlandschaft Hallertau
- Hopfen und Bier erleben
- Deutsches Hopfenmuseum
- Weitere Ausflugsziele
- Hallertau: Anreise von München aus
In der Hallertau wird seit Jahrhunderten ein Großteil des deutschen Hopfens angebaut. Über ganze 2400 km² erstreckt sich diese Gegend, die damit fast so groß wie das Saarland ist. Rund 90 Prozent des in Deutschland verarbeiteten grünen Goldes stammen von hier, ebenso mehr als 30 Prozent der weltweiten Produktion. Die bis zu sieben Meter hohen Hopfengärten prägen das Bild der hügeligen Landschaft und ziehen einen leicht in ihren Bann. Im Frühling, wenn die Hopfenpflanze zu wachsen beginnt, verändert sich die Landschaft in der Hallertau besonders rasant. Man sagt sogar, dass man dem Hopfen beim Wachsen zusehen kann, denn an guten Tagen wächst die Pflanze bis zu 30 cm.
Während der Ernte im Sommer liegt dann ein angenehm würziger Duft von frischem Hopfen über der gesamten Region. Überall ist geschäftiges Treiben zu spüren, denn jetzt beginnt die spannendste Zeit des Jahres. Für Besucher bietet sich dabei eine besonders authentische Gelegenheit, die Hallertau kennenzulernen.
Der Hopfen, der in unterschiedlicher Form in alle Welt exportiert wird, kann in der Hallertau sozusagen „erlebt“ werden. Bei einer Hopfenerlebnisführung mit einer ausgebildeten Hopfenbotschafterin und Gästeführerin wird Wissenswertes über Anbau und Ernte des Hopfens vermittelt. Außerdem bekommt man Einblicke in das Leben einer Hopfenbauernfamilie. Gerade zur Erntezeit im August ist es besonders interessant, bei den Hopfenbauern einen Eindruck der Arbeit mit dieser ganz besonderen Pflanze zu bekommen.
Und was liegt näher, als auch Braukunst und Biergenuss im Hopfenland Hallertau zu entdecken – durch die Tradition des Hopfenanbaus gibt es hier eine besonders hohe Dichte an Brauereien: Rund 20 Brauereien produzieren hier über 70 verschiedene Biersorten. Hallertauer Qualitätshopfen, Braugerste aus dem nahegelegenen Bayerischen Jura und hervorragendes Wasser schaffen ideale Bedingungen für das Brauen. Kein Wunder also, dass die Region auf eine jahrhundertealte Brautradition zurückblickt – mit historischen Braustätten wie der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan, der Klosterbrauerei Weltenburg und der Brauerei Herrngiersdorf. Aber auch viele kleinere Brauereien wie die Klosterbrauerei Scheyern, Müllerbräu oder die Brauerei Kuchlbauer genießen hohes Ansehen.
Das ganze Jahr über kann man im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach eine über 1000 m² große, interaktive Ausstellung rund um Hopfen und Bier entdecken. Besucher erfahren auf spannende und anschauliche Weise, wie Hopfen angebaut, geerntet und weltweit zu Bier verarbeitet wird. Interaktive Ausstellungen, historische Geräte und der Duft frischen Hopfens machen den Rundgang zu einem Erlebnis für alle Sinne. Und in besonderen Biergenuss-Seminaren erlebt man das Thema Bier aus völlig neuen Perspektiven.
Neben dem Hopfen begeistert die Hallertau auch mit einer vielfältigen Naturlandschaft. Sanfte Hügel, ausgedehnte Felder und waldreiche Abschnitte prägen das Bild dieser Region und machen sie zu einem idealen Ziel für Naturliebhaber. Gut ausgebaute Wander- und Radwege führen durch die idyllische Umgebung und eröffnen immer wieder neue Ausblicke auf die charakteristische Hopfenlandschaft. Unterwegs lässt sich die Ruhe der Natur genießen – und die Hallertau aus immer neuen Perspektiven entdecken. Zudem warten weitere Ausflugsziele wie der Donaudurchbruch in Kelheim, Kloster Scheyern, der Kuchlbauer Turm ‒ ein Hundertwasser-Architekturprojekt in Abensberg sowie idyllische Städte und Gemeinden darauf, entdeckt zu werden.
Zug ab München: je nach Ort ca. 30 Minuten bis zwei Stunden. Infos unter www.bahn.de
Auto: In Richtung Pfaffenhofen und Ingolstadt ca. eine Stunde über die A9; in Richtung Wolnzach, Mainburg und Kelheim ca. 45 Minuten bis 1,5 Stunden über A9 und A93.